Radtour nach Jeongseojin: 100 km Strava Challenge
Seit ich den kostenpflichtigen "Summit"-Modus von Strava abonniert habe, interessiere ich mich sehr für deren Funktionen. Besonders die Challenges motivieren mich, da sie einem persönliche Ziele setzen. Der Grund für die heutige Radtour nach Jeongseojin (Küste bei Incheon) war die "April Granfondo" Challenge. Man bekommt ein virtuelles Abzeichen, wenn man 100 km an einem Tag fährt, und ich habe mich der Herausforderung zusammen mit meinen Arbeitskollegen gestellt.
Als Anfänger haben wir ordentlich in die Pedale getreten und geschwitzt.
Am Morgen gab es etwas Durcheinander, sodass wir erst gegen 9:30 Uhr loskamen. Es waren bereits viele Leute unterwegs, was darauf hindeutete, dass die heutige Tour nicht einfach werden würde. Wir hatten beschlossen, erst eine Pause zu machen, wenn wir Seoul hinter uns gelassen haben. Doch kaum waren wir aus der Stadt raus, verließ bei den meisten schon der Geist den Körper. Eigentlich hätten wir schnell hinfahren, essen und sofort zurückkehren müssen, um der Mittagshitze und den Menschenmassen zu entgehen, aber dieser Plan war wohl schon gescheitert.
Auf dem Ara-Kanal hätten wir eigentlich das Tempo anziehen sollen, aber stattdessen wurden wir deutlich langsamer. Zwischendurch haben wir Amino Vital genommen ob es geholfen hat, weiß ich nicht, uns gegenseitig angefeuert und es mit Ach und Krach nach Jeongseojin geschafft. Die Windjacken von allen waren schweißgebadet und hatten schon weiße Ränder. Ach... was nun? Haha.



Ursprünglich wollten wir erst auf dem Rückweg zu Mittag essen, aber dann wäre wahrscheinlich jemand im Krankenwagen gelandet. Also beschlossen wir, erst etwas zu essen und dann ganz gemütlich zurückzufahren. Wir suchten nach einem passenden Restaurant und landeten in einem Hoejip (Sashimi-Restaurant) genau dort, wo es von Jeongseojin wieder auf den Ara-Kanal geht.






Wir haben unglaublich lecker gegessen und uns dann auf den Weg zurück nach Seoul gemacht. Während wir auf dem Hinweg noch dachten "Wann kommen wir endlich an?", war ich auf dem Rückweg fast heiser, weil ich ständig "Vorsicht, ich fahre vorbei~~" rufen musste. Wären wir auf der nördlichen Seite gefahren, wäre es vielleicht etwas besser gewesen, aber da wir auf der südlichen Seite fuhren, dauerte der Rückweg viel länger als der Hinweg. Radfahren ist wohl einfach ein Sport, für den man unweigerlich früh morgens aufstehen muss.