Abschied von Da Nang: Unser letzter Tag in Vietnam
Obwohl ein Taifun wütete, haben wir uns gut erholt und unsere Ausdauer auf diesem anstrengenden Trip enorm gesteigert (?). Nun bleiben uns nur noch wenige Stunden Urlaub. Es regnet immer wieder und wir können nicht mehr im Hotelzimmer herumliegen, also haben wir beschlossen, unser letztes Geld zusammenzukratzen und das Essen im Hotel zu probieren. Obwohl wir uns darauf eingestellt hatten, viel Geld auszugeben, waren die Preise im Restaurant überraschend normal, was uns fast ein wenig verlegen machte.

Zuerst waren wir die Einzigen im Restaurant, bis eine Frau, die japanisch aussah, sich an einen anderen Tisch setzte. Vielleicht lag es am letzten Tag oder am Regen, aber die Stimmung war etwas gedrückt – bis das Fleisch und der Wein kamen und wir plötzlich wieder voller Energie waren. Der Spruch "Wenn du traurig bist, geh Fleisch essen" kommt nicht von ungefähr. Vielleicht lag es daran, dass es für vietnamesische Verhältnisse teuer war, aber das Essen schmeckte außergewöhnlich gut. Besonders der gebratene Reis schmeckte edler als überall sonst, wo wir ihn bisher probiert hatten. Da sieht man mal wieder, wofür Geld gut ist.


Obwohl unser Flug erst spät ging, sind wir sicherheitshalber früh am Flughafen angekommen. Es war jedoch völlig menschenleer, als ob außer unserem kein anderer Flug mehr starten würde. Es gibt keinen Duty-Free-Shop im Flughafen, aber immerhin einen kleinen Ort, um Souvenirs zu kaufen. Die Preise unterschieden sich kaum von denen draußen, also haben wir nur ein paar getrocknete Mangos gekauft.
Es war mein erstes Mal in Vietnam und ich bin sehr zufrieden. Man sah kaum bettelnde Menschen, und da es feste Preise ohne Betrug oder Wucher gab, war das Reisen sehr entspannt. Auch die Infrastruktur war nicht schlecht; es gab keine frustrierenden Momente wegen schlechtem Internet. Man liest oft in den Nachrichten, dass Fabriken wegen der steigenden Lohnkosten von China nach Vietnam verlegt werden. Obwohl ich nur kurz hier war und nur Touristengebiete gesehen habe, schien mir das Rechtsbewusstsein und der Bürgersinn hier höher zu sein als in China, was es wohl zu einem guten Ort für Geschäfte macht. Wie auch immer, diese Reise ist hiermit zu Ende.

