Cafe In an der Yangsu Station: Geheimtipp für Radfahrer
Wenn man in Seoul etwas ambitionierter Rad fährt, ist die Yangsu Station (östlich von Seoul) der klassische Treffpunkt. Anfänger starten oft im Han-Fluss-Park und setzen sich die Yangsu Station als Ziel. Aber auch diejenigen, die dem Anfängerstadium gerade entwachsen sind und für Bergauffahrten die östlichen 3 oder 5 Pässe in Angriff nehmen, starten von hier. Es sind nicht nur Rennräder unterwegs, sondern auch MTBs und E-Bikes. Es ist wirklich der absolute Schmelztiegel für alle Radfahrer in der Metropolregion.
Diese Yangsu Station hat allerdings ein großes Problem: Es gibt direkt vor dem Bahnhof nur wenige Cafés, was das Ausruhen ungemütlich macht. Außerdem ist es dort so überlaufen, dass es keinen Platz für Gruppen gibt, die einfach mal ihre Ruhe haben wollen. Wenn man natürlich Leute beobachten möchte oder zu den älteren Semestern gehört, die sich ohnehin nur schreiend verständigen können, sind die Cafés direkt am Bahnhof ideal. Aber für alle, die ständig zur Yangsu Station kommen, empfehle ich das heute vorgestellte "Cafe In".

Es liegt nicht direkt am Bahnhof, sondern etwa 500 Meter davor. Vielleicht ist es deshalb so angenehm leer und ruhig. Am Anfang mag es noch wichtig sein, direkt zur Station zu fahren und dort ein Beweisfoto zu machen, aber irgendwann kommt der Punkt, an dem einem das egal ist. Genau für solche Leute ist dieser Ort gedacht.

Die Vorteile dieses Cafés: Es liegt etwas abseits und ist daher weniger überlaufen. Zudem ist der Raum in zwei große Bereiche unterteilt, sodass selbst zwei große Radgruppen problemlos Platz finden, ohne sich in die Quere zu kommen. Und es gibt hier den nötigen "Treibstoff" für Radfahrer. Jetzt, wo es kühler wird, braucht man zwar kein Eiswasser mehr, aber im Sommer füllen sie einem kostenlos Eis auf – ein wahrer Segen bei Fahrten in der prallen Sonne.



Auch die Kaffeepreise sind recht günstig. Schon im nahegelegenen Paldang zahlt man standardmäßig 5.000 KRW für einen Kaffee, aber hier liegen die Preise darunter, was den Geldbeutel schont. An diesem Tag hatte ich einen Americano und ein Eiersandwich, das gar nicht auf der Karte stand. Perfekt für einen leichten Snack mitten auf der Tour. Ich war so aufs Essen konzentriert, dass ich vergessen habe, ein Foto zu machen. Das muss ich beim nächsten Mal nachholen.


Genau wie die Cafés am Bahnhof verkaufen sie auch hier Power-Gels. Es gibt sogar Bananen. Wenn man sich nicht topfit fühlt, aber noch die 5 Pässe oder mehr vor sich hat, kann man hier super seine Reserven auffüllen.

Es ist ein kleiner Geheimtipp, und ein Teil von mir hofft, dass es hier nicht zu voll wird. Vor der Yangsu Station geht es oft zu wie auf einem lauten Marktplatz, und ich mache mir fast Sorgen, dass es hier genauso wird, wenn ich das Café empfehle. Andererseits war es bei meinem letzten Besuch so leer, dass ich schon Angst hatte, sie müssten schließen. So oder so: Es ist einfach ein großartiger Ort, um beim Radfahren eine Pause einzulegen.