Kiulu Rafting in Kota Kinabalu: Sehr ruhige Anfängertour
Der lang ersehnte letzte Tag. Normalerweise ist man traurig, wenn der Urlaub zu Ende geht, aber nachdem ich als alleinreisender Mann irgendwie neun Tage im Land der Pärchen und Flitterwöchner, Kota Kinabalu, überstanden habe, fühle ich mich am letzten Tag einfach nur erleichtert. Manche mögen einwenden, ich hätte doch einfach Freunde finden und mit ihnen abhängen können, aber das gilt nur, wenn man sehr kontaktfreudig ist oder an Orten wie Europa, wo es wenige Asiaten gibt. Für jemanden wie mich, der extrem schüchtern ist, war das an einem Ort, an dem gefühlt die Hälfte der Bevölkerung aus Koreanern und Chinesen besteht, nicht einfach.
Trotzdem konnte ich den letzten Tag nicht einfach ungenutzt verstreichen lassen, also beschloss ich, vor meiner Abreise noch einmal Rafting zu machen. Die Tour kostete etwa 50.000 KRW, aber ich habe dummerweise wieder vergessen, es in mein Haushaltsbuch einzutragen.
Wie bei den meisten Touren holte mich um 8 Uhr ein Kleinbus vor dem Hostel ab. Zu meiner großen Freude bestand unsere Gruppe heute nur aus Koreanern: ein Ehepaar mittleren Alters, ein frisch verheiratetes Paar und ich. Die beiden Paare verbrachten die Zeit sehr verliebt miteinander, während ich nur in die Ferne starrte, als wir zum Fluss fuhren. Ah... auch das hat heute endlich ein Ende.
Als wir am Kiulu River ankamen, war dieser wirklich extrem ruhig. Ich gebe zu, das Wasser war klar, aber ah... es war wirklich ein unglaublich ruhiges Gewässer. In Kota Kinabalu gibt es den Kiulu für Anfänger, den Kaiduan für Fortgeschrittene und andere Flüsse für Profis. Da der Kiulu am nächsten lag, habe ich ihn gewählt, um nicht in Zeitnot zu geraten. Ich wusste also von Anfang an, dass es eine Anfängerstrecke ist, aber das hier war wirklich zu ruhig. Wenn ihr schon mal auf dem Donggang (Fluss in Südkorea) beim Rafting wart, empfehle ich euch, den Kaiduan oder ein noch höheres Level zu wählen. Übrigens gibt es auch Touren, bei denen man den ganzen Tag nur in echten Stromschnellen raftet.

Nachdem wir uns schnell umgezogen und eine Einweisung bekommen hatten, begannen wir langsam flussabwärts zu treiben. Da der Fluss so langsam fließt, fehlte jegliche Dynamik, aber es war schön, sich in Ruhe die Umgebung anzusehen. Bei den anderen beiden Paaren gab es jeweils eine Person, die Angst vor Wasser hatte, also waren sie überglücklich und meinten, das Tempo sei genau richtig. Zwischendurch schwammen wir an einigen Stellen, und es war einfach amüsant, ihnen beim Turteln zuzusehen, während wir den Fluss hinunterglitten.
Nachdem ich festgestellt hatte, dass man beim Rafting tatsächlich einnicken kann, kamen wir an und gingen dorthin, wo das Mittagessen vorbereitet war. Das Essen war ein ganz normales malaysisches Mittagessen, aber es machte mich schon glücklich, nach so langer Zeit mal wieder auf Koreanisch plaudern zu können, während ich aß. Das Glück lag gar nicht so fern. Es brauchte nur ein wenig Entbehrung...





Als alles vorbei war, kehrte ich in meine Unterkunft zurück, verbrachte die Zeit mit Nichtstun und machte mich dann auf den Weg zum Flughafen, als die Zeit für meinen Flug näher rückte. Besonders auf dieser Reise schien mir die Gesellschaft von Menschen sehr wertvoll zu sein. Vielleicht denke ich deshalb noch mehr an die Leute, die auch nur für kurze Zeit mit mir zusammen waren. Leute, man sollte mit anderen zusammen reisen. Alleinreisen ist nur was für Profis.


Ausgaben (konservativ gerechnet: x 300 KRW ergibt den Betrag in koreanischem Geld)
- Kokosnusschips RM 23.8
- Snacks RM 6.8
- Abendessen Burger RM 15.1
- Getrocknete Kokosnuss für Mama RM 79.5
- Parfüm RM 277
- Eiswein RM 438
- Wein-Erdnüsse 9.000 KRW
- Kosmetik 21.000 KRW
- Bus nach Hause 14.000 KRW
Ausgaben an diesem Tag: RM 427.79
Gesamtkosten der Reise: 2.919.000 KRW + RM 3,902.87