MBK Center Bangkok: Entspannen vor Hitze und Wasser

Ob es daran liegt, dass ich gestern den ganzen Tag unterwegs war und Wasserschlachten gemacht habe – jedenfalls wachte ich mit einem ziemlich steifen Körper auf. Dazu kam, dass die indischen Jungs in meinem Guesthouse-Zimmer ziemlich laut waren, sodass ich mich nicht wirklich erholen konnte. Während ich so planlos in der Lobby saß und überlegte, was ich heute machen soll, schrieb mir Moss über den Facebook Messenger und fragte, was bei mir ansteht.
"Ich sitze nur rum. Hast du eine Idee, wo man gut hingehen kann?"
Er schlug vor, im MBK Center etwas zu essen, ein bisschen zu zocken und uns später mit den anderen zu treffen. So entstand das spontane Date im MBK.

Das MBK Center zu finden, war überraschend knifflig. Anders als bei großen Malls in Seoul wie dem COEX oder IFC, die unter einem einzigen Namen laufen, sind hier drei oder vier Einkaufszentren miteinander verbunden. Ich befand mich im Siam Discovery Mall und irrte an der diagonal gegenüberliegenden Kreuzung völlig orientierungslos umher. Zum Glück holte mich mein einheimischer Freund persönlich ab, sodass ich trotz meines schlechten Orientierungssinns pünktlich zu meinem Essen kam.


Da ich das Frühstück ausgelassen hatte und es schon ein spätes Mittagessen war, gingen wir als Erstes essen. Wir steuerten das MBK Food Island an, das meiner Erinnerung nach im 5. Stock lag. Es fühlte sich an wie ein typischer Food Court, wie man ihn aus Korea kennt. Diese vertraute Atmosphäre war richtig angenehm. Das System funktioniert so: Man bekommt zuerst eine Postpaid-Karte, bestellt an den verschiedenen Ständen sein Essen und bezahlt den Gesamtbetrag erst ganz am Ende. Ich glaube, in Seoul wurde das auch mal irgendwo eingeführt, aber letztendlich ist man dort wieder zu normaler Bar- und Kartenzahlung zurückgekehrt.
Wenn man in der Gegend um Siam nicht weiß, was man essen soll, ist so eine Mall eine ziemlich gute Option. Die Auswahl ist riesig, und neben thailändischen Gerichten gibt es auch Speisen aus vielen anderen Ländern, sodass für jeden Geschmack etwas dabei ist. Wer mal eine thailändische Version von koreanischem Essen probieren möchte, ist hier ebenfalls richtig – vorausgesetzt natürlich, der Laden ist nicht inzwischen pleitegegangen.






Nach dem Essen wechselten Moss und ich das Stockwerk für einen der wichtigsten Programmpunkte des heutigen Tages: den Besuch der Spielhalle. Ich dachte eigentlich, sie wäre klein und unspektakulär, aber sie schien sogar größer zu sein als die in Seoul und hatte eine riesige Auswahl an Spielen. Es erinnerte mich an die frühen 2000er Jahre, als es noch diese riesigen Spielhallen gab, die heute größtenteils verschwunden sind. Es war so ein Ort, an dem sich nicht nur normale Besucher aufhalten, sondern echte Profis, die ihre ganze Energie in ihren Automaten stecken. Kampfspiele wie Tekken waren hier weniger gefragt, dafür waren die Tanzspiele extrem beliebt. Falls jemand in Seoul denkt, er hätte keine würdigen Gegner mehr, sollte er vielleicht mal hierherkommen, um sich zu messen...
