Ostküsten-Radweg in Korea: Tipps eines Anfängers
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Da ich normalerweise gar nicht Rad fahre und die Ostküsten-Radtour ziemlich rücksichtslos angegangen bin, solltet ihr diesen Tipps von einem absoluten Anfänger vielleicht nicht blind vertrauen.
- Persönlich finde ich die Strecke für Anfänger schwierig. Besonders wer über 60 ist und gerade erst mit dem Radfahren als Hobby begonnen hat, sollte diesen Abschnitt meiden. Der Straßenzustand ist wirklich sehr schlecht.
- Als Fahrtrichtung wählt man am besten die Route vom Hafen Imwon zum Tongil Jeonmangdae (Unification Observatory). So hat man einen besseren Blick auf das Meer.
- Etwa 30 % der Strecke sind gute Radwege, 50 % teilt man sich mit Autos und 20 % sind Offroad.
- Es gibt unterwegs ausreichend Convenience Stores. Um Wasser- und Essensnachschub muss man sich keine Sorgen machen.
- Fahrt niemals nachts. Man sieht wirklich absolut gar nichts.
- Obwohl es erst Mai war, bin ich komplett braun gebrannt. An der Ostküste gibt es keinen Feinstaub, daher ist die Sonne sehr stark. Am besten bedeckt man so viel Haut wie möglich.
- Es ist gar nicht so einfach, Orte zum Reifenaufpumpen oder für Reparaturen zu finden. In der Stadt Samcheok gibt es genau einen einzigen Laden.
- Kulinarische Empfehlungen sind die Abai-Sundae-Gasse (gefüllte Blutwurst) in Sokcho, die Tofu-Gerichte in Chodang-dong (Gangneung) und Mul-Dakgalbi (würziges Hühnergericht mit Brühe) in Samcheok. Das Beste ist aber, einfach zu irgendeinem Hafen zu fahren und dort frischen rohen Fisch zu kaufen.
- Die Preise in der Provinz Gangwon-do sind nicht günstig. Besonders Yangyang ist teuer.
- Plant unbedingt eine Übernachtung in der Stadt Donghae ein. Das dortige Motel-Viertel ist günstig und die Ausstattung gar nicht mal schlecht. Außerdem ist es nah am Hafen Mukho. Eine Empfehlung ist das Hyunjin Tourist Hotel.
- In den Häfen solltet ihr langsam fahren oder absteigen und schieben. Es gibt viele Autos und Fußgänger tauchen oft plötzlich auf – die perfekte Unfallgefahr. Gangwon-do hat hier scheinbar menschliche Sicherheit gegen Geld eingetauscht.
- An dem in einem früheren Beitrag erwähnten Streckenabbruch müsst ihr die Bahngleise einzeln und zügig überqueren, ohne auf die Schienen zu treten. Egal wie gut man nach links und rechts schaut, wenn man auch nur eine Sekunde zögert, ist man im Jenseits. Irgendein bequemer Beamter hat den Übergang ausgerechnet in einer Kurve gebaut.