Radtour nach Jeongseojin (Incheon)
Ich wollte eigentlich nicht schon wieder einen Beitrag über eine Radtour nach Jeongseojin (in Incheon) posten, aber abgesehen davon bin ich nur einmal die Namsan-Bukaksan-Route gefahren und einmal alleine auf den Bukaksan geradelt. Wenn man in Seoul lebt und Radfahren als Hobby hat, fährt man immer wieder an dieselben Orte, sodass es kaum Neues zu berichten gibt.
Was diese Tour jedoch von den vorherigen unterschied: Wir waren eine recht große Gruppe von acht Personen. Da wir so gemütlich fuhren, als wären wir auf Ttareungi (den öffentlichen Leihfahrrädern in Seoul) unterwegs, habe ich mein Minivelo genommen. Außerdem starteten wir am Zusammenfluss des Anyangcheon-Flusses, um so viel Rücksicht wie möglich auf diejenigen mit weniger Ausdauer zu nehmen. Obwohl ich die Route so einfach wie möglich geplant hatte, war das Wetter so gut (und heiß), dass unweigerlich Dehydrierung einsetzte und einige zu seelenlosen Zombie-Radfahrern mutierten. Dennoch haben alle Teilnehmer die 60 km lange Strecke erfolgreich beendet. Auch wenn einige danach über ein anderes Hobby nachdachten.
https://www.strava.com/routes/27825097
29,7 km Rennrad-Route - Strava
Anyangcheon-Zusammenfluss nach Jeongseojin - 29,7 km Rennrad-Route. Erstellt von: Gabriel Moonsuk Jung, Datum: 25. Mai 2020, Maximaler Höhenunterschied: 23 Meter. Melde dich bei Strava an, um diese Route zu speichern und mit Freunden zu teilen.
www.strava.com
Es gibt leider keine Seite, die Radwege als HTML-Tag exportiert. Weder Google noch Naver oder Daum bieten das an. Das ist etwas unpraktisch. Wie auch immer, für die Strecke von etwa 30 km pro Weg, die eigentlich auf 1,5 Stunden geschätzt war, haben wir für Hin- und Rückweg ganze 6 Stunden gebraucht. Genau das Doppelte :)


Schon zu Beginn kamen etliche Leute zu spät, sodass wir erst mit anderthalb Stunden Verspätung losfuhren. Auf dem Rückweg verlor bei jemandem der Reifen an Luft, sodass er quasi auf der Felge fuhr und meinte, ihm ginge es körperlich nicht gut (ich dachte, er hätte einen schweren Hungerast und habe ihm alles zu essen gegeben, was wir hatten – dabei war nur die Luft raus, hahaha). Eine andere Person wurde im Gesicht immer blasser und sah aus, als würde sie gleich umkippen. Ausgerechnet heute brannte die Sonne extrem stark vom Himmel. Die Fotos sind zwar toll geworden, aber alle zeigten Anzeichen von Dehydrierung. (Wir waren an diesem Tag etwa 6 Stunden unterwegs.) Da wir für eine so kurze Strecke so lange gebraucht haben, gab es viele Höhen und Tiefen. Aber so haben wir wenigstens viel zu lachen, wenn wir wieder im Büro sind.
Sowohl die Erfahrenen als auch die Anfänger konnten nicht in ihrem eigenen Tempo fahren, was sicher anstrengend war. Aber da alle meinten, es hätte Spaß gemacht, und schon fragten, wohin es als Nächstes geht, werde ich sie wohl das nächste Mal in die Berge führen müssen. :)