Brick Campus Jeju: Ein Lego-Paradies für Groß und Klein
Wenn man mit der Familie samt kleinem Jungen unterwegs ist, steht das Kind im Mittelpunkt. Auf der Suche nach einem Ort, der sowohl Kindern als auch den Erwachsenen gefällt, sind wir zum Brick Campus (einem Lego-Museum auf Jeju) gefahren. Aus irgendeinem Grund war der Kleine anfangs etwas desinteressiert, aber sobald die ersten Legosteine in Sicht kamen, schlug sein Herz wohl schneller: Seine Augen wurden riesig und er plapperte ununterbrochen vor Freude. Was hätten wir nur gemacht, wenn wir nicht hergekommen wären...



Nach dem Ticketkauf wechselt man das Gebäude und die eigentliche Ausstellung beginnt. Angeblich ernennt die Firma Lego herausragende Amateur-Bauer zu offiziellen Lego Brick Artists und gewährt ihnen unbegrenzten Zugang zu Legosteinen. Da es sich hier nicht um Werke von Laien, sondern von echten Künstlern handelt, sind Qualität, Ausdruckskraft und Kreativität enorm. Laut den Beschreibungen haben einige als Hobbyisten angefangen, während andere sogar Kunst studiert haben – die Hintergründe sind ganz verschieden. Ich dachte eigentlich, wir schauen uns nur Spielzeug an, aber es ist im Grunde wie ein Kunstmuseum.
Ab hier höre ich auf zu tippen, denn selbst wenn ich Erklärungen aufschreiben würde, würden sie der Erinnerung wohl nicht mehr auf die Sprünge helfen als die Fotos.

































Am Ende der Ausstellung wartet der Ort, vor dem sich alle Eltern fürchten: der Lego-Shop. Es werden auch andere Bausteine verkauft, aber in der Regel kaufen alle Lego. In den meisten Familien betteln die Kinder, und die Eltern erlauben nur ein einziges Set. Aber in etwa 20 % der Fälle versucht Mama oder Papa das Kind zu überreden: „Ist das nicht cool? Lass uns das kaufen!“ Lego ist eben das ultimative Spielzeug für Kidults (erwachsene Kinder).

Im 3. oder 4. Stock des Shops gibt es einen Bereich, in dem man selbst Lego-Autos bauen und sie auf einer Rampe rollen lassen kann. Das ist natürlich ein Spielplatz für die Kinder. Ab und zu sieht man Väter und Mütter, die nur so tun, als würden sie mit den Kindern spielen, aber eigentlich selbst viel mehr Spaß daran haben. Die meisten sitzen jedoch mit leerem Blick da und bauen wahllos Autos zusammen, bei denen man sich als Zuschauer fragt, ob sie überhaupt rollen werden. Da man neben der kunstvollen Ausstellung auch noch Zeit zum aktiven Spielen hat, ist das Eintrittsgeld absolut nicht verschwendet.


Für Einwohner von Jeju gibt es 30 % Rabatt, aber da das für uns nicht zutrifft, ist der Kauf über Naver (ein koreanisches Online-Portal) mit 10 % Rabatt am günstigsten. Vielleicht gibt es mal Sonderaktionen, bei denen es noch billiger wird, aber normalerweise ist Naver die beste Wahl. Der Eintritt kostet 13.500 KRW, und man kann hier locker drei Stunden verbringen. Wenn man also nicht weiß, wohin mit den Kindern, ist das ein tolles Ausflugsziel. Das Paket inklusive eines Brick-Schlüsselanhängers kostet 18.000 KRW. Im Nachhinein denke ich, es wäre schön gewesen, den Schlüsselanhänger als Souvenir mitzunehmen.