Getty Center in Los Angeles: Kunst und Gärten
Nach einem schnellen Kaffee ging es zu unserer ersten Sehenswürdigkeit in den USA: dem Getty Center (oder The Getty). Ein Kunstmuseum, das mit Reservierung kostenlos ist. Mein Freund hatte das zum Glück schon im Voraus erledigt.
Link zur Reservierung im Getty Center (funktioniert nach Website-Updates möglicherweise nicht mehr)
Getty Center Tickets
tickets.getty.edu
Wer nicht so gut Englisch spricht, findet in anderen Blogs gute Anleitungen zur Reservierung. Es ist einfacher als gedacht. Der Eintritt ist zwar kostenlos, aber das Parken kostet. Der Preis liegt aktuell bei 25 USD, nach 15 Uhr sind es 15 USD. Bei Abendveranstaltungen oder samstags nach 18 Uhr zahlt man 10 USD, was für Touristen aber wohl weniger relevant ist. Wenn man am selben Tag sowohl das Getty Center als auch die Getty Villa besuchen möchte, sollte man sich beim ersten Stopp einen Coupon geben lassen. Dann ist das Parken beim zweiten Besuch kostenlos.
Ich hatte überlegt, etwas über Getty selbst zu schreiben, aber in der Getty Villa gibt es eine viel ausführlichere Einführung zur Getty-Familie, deshalb überspringe ich das hier.

Nach dem Parken und am Eingang angekommen, muss man eine Körper- und Taschenkontrolle wie am Flughafen über sich ergehen lassen, bevor man hineindarf. Schwangere und Personen mit Herzschrittmacher sollten hier aufpassen.
Hinter dem Eingang kann man direkt in eine Tram steigen, aber man kann den Weg nach oben auch zu Fuß gehen. Es hieß, das dauert etwa 15 bis 20 Minuten, also sind wir spazieren gegangen. Wegen der Steigung war es allerdings etwas anstrengend. Wahrscheinlich ist deshalb sonst niemand gelaufen. Aber die Gärten sind so wunderschön gepflegt, dass es sich anfühlte, als würden wir durch unseren eigenen Privatgarten spazieren.



Zu den berühmten Künstlern, deren Werke im Getty Center ausgestellt sind, gehören Van Gogh, Renoir, Manet, Rembrandt, Cézanne, Millet, Monet und Munch. Ich war total gespannt darauf, die Werke von Künstlern, die man noch flüchtig aus den Prüfungen in der Schulzeit kennt, in echt zu sehen. Gleichzeitig machte ich mir aber auch Sorgen: 'Können wir uns das überhaupt mit den Kindern meines Freundes ansehen?' Ein Museumsbesuch mit einem 2- und einem 7-Jährigen... Ich dachte schon, wir würden fast nichts zu sehen bekommen.
Oben am Getty Center angekommen, eröffnet sich ein toller Blick über die Skyline von LA. Obwohl es bewölkt war, war es überwältigend, diese Stadt, die Kulisse für so viele Filme und Serien war, mit eigenen Augen zu sehen. Endlich war ich in LA.



Drinnen im Getty Center gab es überraschend viele Kinder und Kinderwagen. Natürlich gibt es in jedem Raum Aufsichtspersonal, das sofort eingreift, wenn man den Kunstwerken zu nahe kommt. Trotzdem waren viel mehr Kleinkinder da, als ich erwartet hatte, was mir fast etwas riskant vorkam, aber die Atmosphäre war total entspannt. Es gab weinende, trotzende und schreiende Kinder – Eltern, die sich Sorgen machen, ob sie mit ihren Kindern in ein Kunstmuseum gehen können, können also ganz beruhigt sein.
Was man unbedingt mitbringen sollte: Kopfhörer. The Getty hat eine eigene App. Im Gegensatz zu anderen Museen, die Audioguides verkaufen, gibt es hier eine kostenlose App, mit der man sich die Führungen selbst anhören kann. Es gibt auch eine koreanische Version, die man unbedingt nutzen sollte. Da es so viele Werke gibt und ich ein Kunstlaie bin, war die Getty-App eine riesige Hilfe.
GettyGuide
Mit der offiziellen App von Getty entdecken Sie einzigartige Perspektiven auf die Kunst und genießen ein immersives Erlebnis der Ausstellungen und Außenbereiche.
apps.apple.com
GettyGuide - Google Play App
Entdecken Sie einzigartige künstlerische Einblicke und Perspektiven mit der immersiven Audio-App von Getty.
play.google.com
Hier unten sind die Kunstwerke, die ich im Getty Center fotografiert habe. Da ich mich mit Kunst nicht so gut auskenne, habe ich vor allem Dinge fotografiert, von denen ich schon mal gehört hatte oder die ich besonders fand. Bestimmt habe ich einige Must-Sees verpasst und dafür unwichtigere Dinge geknipst. Scrollt einfach ganz entspannt durch. Detailliertere Bilder findet man auf der Website von The Getty, das kann ich sehr empfehlen. Damit man sie leichter findet, habe ich die Titel und Künstler genau wie auf der Getty-Website übernommen. Wenn keine Infos dabei stehen, liegt das daran, dass ich zu Hause absolut keine Ahnung mehr hatte, was das war.
The J. Paul Getty Museum Collection
www.getty.edu




Rembrandt




Monet


Manet


Cézanne

Van Gogh

Da dies ein Blog für meine Reiseerinnerungen ist, sind die Fotos eher beiläufig entstanden. Wenn man die Werke in echt sieht, überkommen einen so viele Emotionen und man denkt sich: 'Wahnsinn, dass ich das endlich mal live sehe.' Es ist ein Ort, den ich jedem, der nach LA reist, wärmstens empfehlen kann.
Das Getty Center hat außerdem wunderschöne Gärten. Drinnen gibt es von Menschenhand geschaffene Kunst, und draußen sind die Gärten so angelegt, als würden sie Werke der Natur ausstellen. Die Skulpturen, die man draußen immer wieder sieht, sind ebenfalls berühmte Werke, also empfehle ich, in Ruhe spazieren zu gehen und den Garten zu genießen. Da die Zeit hier wie im Flug vergeht, würde ich davon abraten, das Getty Center und die Villa an einem einzigen Tag zu besuchen. Es ist besser, sich für beides Zeit zu nehmen und alles in Ruhe anzuschauen. Wenn man nicht gerade auf einem Kurztrip ist, bei dem man nur schnell Fotos knipst und weiterhetzt, sollte man wirklich einen ganzen Tag dafür einplanen.


