Spontaner Trip nach Manukan Island, Kota Kinabalu
Ich hatte eigentlich vor, viel Zeit in der berühmtesten Stadtmoschee von Kota Kinabalu zu verbringen. Aber aus einer Mischung von mangelnder Vorbereitung und Faulheit bin ich nur in der Gegend herumgeschlendert, und da ich bis zum Abend nichts vorhatte, bin ich einfach mal zum Jesselton Point gefahren. Bevor ich nach Kota Kinabalu kam, sagte mir jemand: „Wenn du nicht weißt, was du tun sollst, musst du nur wissen, wo der Jesselton Point ist.“ Genau das setze ich gerade in die Tat um. Ich habe dies und das ausprobiert, aber wenn man Kota Kinabalu nicht verlassen will, ist dieser exotische Hafen die Lösung für alles.
Dort angekommen, setzte ich mich auf eine Bank, auf der die Leute warteten, und sah mich um. Ich hielt Ausschau, ob irgendwo noch Leute gesucht wurden, aber vielleicht lag es an der späten Stunde, dass alle so entspannt wirkten. Schließlich stand ich auf und fragte direkt bei einem Reisebüro nach. Und siehe da! Um diese Uhrzeit gibt es tatsächlich noch ein Boot nach Manukan. Man fragte mich mehrmals, ob es in Ordnung sei, dass ich nur zwei Stunden auf der Insel bleiben könne, und gab mir dann ein Ticket.
„Ach Chef, zwei Stunden reichen mir völlig, danach wird mir eh langweilig und ich will wieder weg.“




Die Inseln Manukan und Sapi werden oft als Paket angeboten, und als ich ankam, verstand ich auch ein wenig, warum. Es gibt kaum einen Unterschied zwischen den beiden. Auf beiden Inseln sind so viele Menschen unterwegs, dass es überhaupt keine Korallen mehr gibt und folglich auch kaum Fische. Manukan wirkt vielleicht ein bisschen weniger überlaufen als Sapi, aber wenn man nur die Fotos vergleicht, könnte man glatt durcheinanderkommen, was was ist. Der einzige Unterschied ist vielleicht, dass es auf Sapi ein paar mehr Aktivitäten gibt.
Andersherum gesagt: Beide Orte eignen sich wunderbar zum Planschen. Es ist toll, um endlos im Wasser zu spielen oder, wenn man ein Baby dabei hat, ihm das Schwimmen beizubringen, herumzualbern und Zeit mit der Familie zu verbringen. Was mir hier besonders aufgefallen ist: Es gibt wirklich viele liebevolle Väter auf der Welt. Wenn ich sehe, wie sie mit ihren Kindern ausgelassen spielen, lachen und eine schöne Zeit verbringen, wirken das weite Meer und der Himmel gleich noch viel blauer.





Jetzt musste ich aber mein eigentliches Ziel für diesen Inselbesuch erreichen: ‚Jemanden für das Abendessen anquatschen‘.
In Korea habe ich so etwas wie „Hunting“ (Leute ansprechen) nie wirklich gemacht, aber hier in Kota Kinabalu weiß ich schon gar nicht mehr, das wievielte Mal das jetzt ist. Und dann nicht mal „Darf ich deine Nummer haben?“, sondern „Könnten wir vielleicht heute Abend zusammen essen?“. Ich sah mich um und suchte nach einem Ziel. Da ich heute schon ein paar Körbe kassiert hatte, war ich umso vorsichtiger.
Die Methode ist immer dieselbe: Ich bitte jemanden, ein Foto von mir zu machen, oder wenn es so aussieht, als bräuchten sie Hilfe, mache ich ein Foto von ihnen und frage danach: ‚Darf ich mich euch beim Abendessen anschließen?‘. Dafür muss man natürlich erst einmal gute Fotos machen. Dank meiner jahrelangen Lebenserfahrung, in der ich unzählige Fotos für Frauen gemacht habe und dafür bewertet wurde, treffe ich meistens eine ganz gute Bildkomposition. Wenn die Leute mit dem Foto sehr zufrieden sind, spiele ich todesmutig meinen ‚Abendessen-Joker‘ aus.
Auch heute habe ich mich am Ende in letzter Minute einer Gruppe angeschlossen. Ernsthaft... mal sehen, ob ich jemals wieder alleine an einen Urlaubsort fahre.





Ausgaben (konservativ gerechnet x 300 Won ergibt den Betrag in koreanischen Won)
- Fahrt zur UMS RM 17
- Fahrt zur Blauen Moschee RM 8
- Cola RM 2
- Fahrt zum Jesselton Point RM 8
- Boot nach Manukan RM 30
- Ananassaft RM 12.5
- Fahrt zur Unterkunft RM 8
- Abendessen RM 123.25
- Saft RM 2.35
- Massage RM 110
Tagesausgaben : RM 321.1
Gesamtkosten der Reise : 2,875,000 KRW + RM 1645.88