Tamra Babsang in Seogwipo: Günstiges Baekban auf Jeju
Wie erwartet, ist eine der größten Herausforderungen seit meinem Umzug nach Jeju das Essen. Zu Hause koche ich gefühlt nur Dosenfutter, und auswärts essen ist schwierig, da viele Restaurants keine Einzelportionen anbieten.
Jemand, der in unserem Gebäude gewohnt hat, gab mir vor seiner Abreise einen Tipp: Das Tamra Babsang serviert Baekban (koreanische Hausmannskost) für eine Person, warum also nicht dort essen? Ich hatte es vergessen, aber jetzt fiel es mir wieder ein. Mir war langweilig, ich war hungrig und wusste nicht, was ich tun sollte, also fuhr ich schnell mit dem Auto zum Tamra Babsang.


Es nennt sich zwar Restaurant, aber von außen sieht es aus wie ein ganz normales Wohnhaus, in dem jemand mit einem grünen Daumen nach Herzenslust Pflanzen züchtet. Aber es gibt einen großen Parkplatz, ein elektronisches Schild und alles, was ein Restaurant so braucht.

Ich bestellte das Tamra Babsang für 9.000 KRW. Wenn man sich die Speisekarte ansieht, finde ich es nicht teuer, aber das Fleisch scheint etwas preisintensiv zu sein. Ich habe es noch nie bestellt, aber bei einem Teller Okdom (Pfeilzahn-Torpedobarsch) bekommt man wahrscheinlich wirklich nur den Fisch.


Die Vorliebe des Besitzers für ordentliche und niedliche Dinge spiegelt sich direkt in der Einrichtung wider. Auch wenn die Pflanzen fast schon Dschungel-Niveau erreicht haben.

Das Essen steht im Handumdrehen auf dem Tisch. Es erinnert ein wenig an die Verpflegung in einer Baustellenkantine. Wie man auf den Fotos sehen kann, hat man bei den Beilagen (Banchan) keineswegs das Gefühl, dass etwas fehlt. Für ein Essen für 9.000 KRW ist es wirklich gut. Das Wichtigste ist der Geschmack, und die Köchin hier hat ein gutes Händchen: Die Würze ist weder zu salzig noch zu fad, es schmeckt einfach sehr gut.
Besonders gut ist das Kimchi. Wie man sieht, ist der Galchi (Haarschwanz-Fisch) nur das Schwanzstück, und die restlichen Beilagen sind Dinge, die man auch einfach im Supermarkt kaufen könnte, also haben sie mich nicht sonderlich vom Hocker gehauen. Aber das Kimchi ist knackig und lecker. Die Bohnensprossensuppe ist ebenfalls sehr erfrischend – wenn ich in der Nähe wohnen würde, käme ich nach dem Trinken sicher oft zum Katerfrühstück vorbei. Und die Doenjang (Sojabohnenpaste) schmeckt so gut, dass es ein Genuss ist, einfach Kohlblätter hineinzudippen.

Für eine Mahlzeit für 9.000 KRW kann man es wirklich als hervorragend bezeichnen. Wer für einen Urlaub nach Jeju kommt, sucht vielleicht nicht unbedingt nach einem 9.000-KRW-Menü, aber für Leute, die mit kleinem Budget auf dem Olle-Wanderweg unterwegs sind, ist es ein sehr gutes Restaurant. Sehr zu empfehlen für alle, die günstig essen wollen, sich aber nicht mit einem lieblosen Snack abspeisen lassen möchten.