Teehaus Tea Ahn in Seocho: Einzigartiger Tee & Scones

In meinem letzten Beitrag habe ich erwähnt, dass es in der Nähe meiner Firma zwei empfehlenswerte Dessert-Läden gibt. Der eine ist Les Prémices und der andere ist das „Tea Ahn“, über das ich jetzt schreibe. Obwohl ich zum ersten Mal hier war, wusste ich sofort, dass der Nachname der Besitzerin „Ahn“ sein muss. Tea Ahn ist ein ganz neuer, frisch eröffneter Laden. Schreibt man es „Tea Ahn“ oder „Teaahn“? Ein Blick auf die Karte bestätigt: „Tea Ahn“.
Sobald man reinkommt, strömt einem von überall ein süßer Duft entgegen. Dass wir hier als vier Männer aufkreuzten, war wirklich der Gipfel der Unpassendheit. Typen, die aussehen, als würden sie sonst nur Instantkaffee trinken, in einem Laden, in dem Vorhänge, Tische und sämtliche Deko-Elemente nur so vor Niedlichkeit strotzen. Wir dachten schon, wegen uns bleiben die anderen Gäste weg.



Da es keinen Kaffee gab, bestellten alle Tee. Wobei „bestellen“ das falsche Wort ist – wir haben uns eher angepasst. Als derjenige, der bezahlte, meinte, er nehme Apfel-Pfefferminz, kam von den anderen nur ein schnelles „Ich auch“, „Ich auch“. Wir hatten schlichtweg keine Ahnung, was das alles war, und die Preise waren auch zu hoch, um einfach blind irgendwas zu bestellen.
Da ich hungrig war, bestellte ich mir einen Scone und bat um ein Glas Wasser.
Nach einer ziemlich langen Wartezeit kamen endlich der bestellte Tee und der Scone (der Scone dauerte noch etwas länger). Als wir sahen, wie das Ganze serviert wurde, dachten wir uns nur: „Ah, hier sind wir wirklich völlig falsch.“ Das ist ein Ort für Frauen. Männer, kommt in weiblicher Begleitung hierher!






Bei so viel Hingabe versteht man den Preis von 5.000 KRW für den Scone und den noch teureren Schwarztee. An der Wand hängt der Lebenslauf der Besitzerin, auf dem sich mir völlig unbekannte Zertifikate, Abschlüsse und Titel von Büchern reihen, die sie selbst geschrieben hat.
Wenn man sich am Nambu Bus Terminal trifft, um für ein Date zur Pädagogischen Hochschule (Gyodae) oder zum Seoul Arts Center zu gehen, ist dieser Ort perfekt. Egal, ob man mit dem Auto oder zu Fuß kommt – sobald man hier ist, erlebt man einen Service und Geschmack, der in einer völlig anderen Liga spielt als bei den üblichen Straßencafés. Falls man Angst hat, aufzufallen, weil man absolut keine Ahnung von Schwarztee hat, muss man sich ebenfalls keine Sorgen machen. Wenn man einfach trinkt, lässt man sich von der Atmosphäre mitreißen und ist ganz von selbst begeistert.