Udo-Insel: Mit dem Auto einmal um die Insel
Meine Mutter kam mich in Jeju besuchen, also beschlossen wir, einen Ausflug auf die Insel Udo zu machen. Bevor wir losfuhren, tranken wir noch einen Kaffee, spielten mit einem süßen Straßenhund aus der Nachbarschaft und warfen einen kurzen Blick auf den Seongsan Ilchulbong (einen bekannten Vulkankrater) von einem Ort aus, an dem man keinen Eintritt zahlen muss.

Um nach Udo zu kommen, muss man natürlich die Fähre nehmen. Also fuhren wir in Richtung des Hafens Seongsanpo. Dass man mit dem Auto übersetzen kann, habe ich heute zum ersten Mal erfahren. Da Mietwagen normalerweise nicht auf die Insel dürfen, musste ich das bisher nie wissen. Mein Auto kommt aus Seoul und hat kein "Heo"-Nummernschild (das Kennzeichen für Mietwagen in Korea), deshalb durften wir an Bord. (Ich habe allerdings auch ein paar "Heo"-Autos auf der Fähre gesehen, also ist es wohl nicht komplett verboten.)
Man sollte nicht auf die letzte Minute ankommen, sondern etwas früher da sein. Man muss ein Passagierformular ausfüllen und das Auto rechtzeitig auf die Fähre fahren. Wenn man 15 Minuten vorher da ist, kann man ganz entspannt an Bord gehen. Ich dachte natürlich, dass es viel teurer wäre, ein Auto mitzunehmen als eine Person, aber das Auto ist viel günstiger. Irgendwie ging die Rechnung in meinem Kopf nicht ganz auf, aber da beides nicht teuer ist, habe ich es einfach hingenommen.




Als ich das Auto auf die Fähre fahren wollte, waren überraschend viele Autos da. Wie es sich für Seeleute gehört, wird man sofort lautstark zurechtgewiesen, wenn man auch nur ein bisschen anders fährt, als sie es wollen. Zitternd drehte ich das Lenkrad genau so, wie man es mir sagte, hörte brav auf alle Anweisungen und durfte erst danach aus dem Auto aussteigen.
Die Überfahrt dauert etwa 10 Minuten. Obwohl wir nichts zu essen hatten, folgten uns Möwen. Wahrscheinlich kommen Fische an die Oberfläche, wenn das Schiff vorbeifährt, denn sie folgten uns von Anfang bis Ende. Ich hätte ein paar Saewookkang (koreanische Krabbenchips) kaufen sollen.






Sobald wir auf Udo ankamen, wollte ich mit dem Auto eine Runde um die Insel drehen. Aber es gab so viele Straßenbauarbeiten, dass es sich fast wie eine Einbahnstraße anfühlte. Ich dachte mir, dass man eigentlich gar kein Auto mitbringen muss, denn das Erste, was man bei der Ankunft auf Udo sieht, sind Motorrad- und Fahrradverleihe. Es werden zwar Motorräder genannt, aber es passen zwei bis drei Personen hinein und sie haben ein Dach. Solange man nicht zu schnell fährt, scheinen sie sicher zu sein.



Als wir am Udobong ankamen, der Hauptattraktion auf Udo, sahen wir als Erstes Pferde. Es sind keine wilden Pferde, sondern solche, auf denen Touristen eine Runde reiten können. Man sieht fast nichts anderes als die Pferde. Wenn ich das nächste Mal komme, würde ich gerne mal eine Runde reiten, aber ich frage mich, ob das nicht teuer ist.








Wenn man den Udobong bis zum Ende läuft, könnte es für Leute mit Knieproblemen anstrengend werden, aber eine kurze, leichte Runde ist kein Problem. Solange man den Pferdeäpfeln gut ausweicht, sind die Wege schön und die Aussicht toll. Ich empfehle, dort einen gemütlichen Spaziergang zu machen.



Wenn man an Udo denkt, denkt man natürlich an die berühmten Erdnüsse. Also gingen wir in einen Laden, der von einer Genossenschaft betrieben wird. Wow, die Erdnüsse kosten fast so viel wie Fleisch! Man sagte uns, dass die Ernte wegen des schlechten Wetters in letzter Zeit sehr gering ausgefallen sei. Ich hatte schon eine große Tüte in der Hand, tauschte sie dann aber unauffällig gegen die kleinste Tüte ein. Wir kamen uns vor wie Großverdiener aus Seoul, als wir reingingen, und schlichen dann ganz kleinlaut wieder hinaus.



Auf Udo muss man besonders vor Motorrädern und Fahrrädern auf der Hut sein. Die Straßen sind schmal und es gibt Gegenverkehr, sodass es für Autos nicht einfach ist, vorbeizukommen. Es wäre schön, wenn alle Motorräder langsam fahren würden, aber da viele Leute im Urlaub in bester Stimmung sind, gibt es viele, die mit hoher Geschwindigkeit unterwegs sind. Es ist eine Umgebung, in der sehr leicht kleine Unfälle passieren können, also muss man wirklich defensiv fahren.