Auf nach Palawan: Ein stressiger Start
Als meine alte Firma alle Mitarbeiter entließ, wurde mein Chef und guter Freund arbeitslos. Da er gerne trinkt und Spaß hat, aber plötzlich keine Arbeit mehr hatte, in die er sich stürzen konnte, versuchte er unbedingt, eine Reise zu organisieren. Da seine Frau arbeitet und nicht mitkommen konnte, meldete er sich bei mir – seinem einfachsten Opfer –, um zusammen wegzufahren. Zuerst wollten wir nach Kota Kinabalu und den Berg Kinabalu besteigen, aber da er verzweifelt rief: "Ich will mich ausruhen!", entschieden wir uns für Palawan auf den Philippinen – ein Ort, an dem wir noch nie waren, der aber tolle Bewertungen hat. Es gibt Direktflüge und die Tickets sind super günstig. Da ich ohnehin nicht viel Geld hatte, dachte ich, das passt perfekt. Doch nachdem wir die Tickets gekauft hatten, wuchs meine Sorge, da die Region südlich von Puerto Princesa, der Hauptstadt von Palawan, als Gebiet mit Reisewarnung gilt.
Vielleicht lag es an dieser Unruhe, aber schon beim Abflug war ich komplett schweißgebadet. Ich hatte großzügige zwei Stunden für den Weg vom Büro zum Flughafen eingeplant, aber ich hätte nie gedacht, dass die U-Bahn um 17 Uhr so voll sein würde, dass man kaum noch einsteigen konnte.
'Haben diese Leute alle schon Feierabend, haben sie keine Arbeit, oder was machen die alle?'
Aber für solche Gedanken blieb keine Zeit, denn ich musste an der Seoul Station aussteigen und in den Flughafenzug umsteigen. A.B.E.R. der Weg dorthin ist wirklich weit. Er ist viel länger als andere Umsteigewege, und wenn man einen Zug verpasst, muss man gut 15 bis 30 Minuten warten. In der Eile sprang ich in einen normalen Zug statt in den Expresszug, und die Zeit wurde richtig knapp. Sobald ich ausstieg, rannte ich mit meinem Koffer im Vollsprint los. Nach der Sicherheitskontrolle konnte ich den Duty-Free-Shop nicht einmal eines Blickes würdigen. Ich rannte und rannte und kam erst 5 Minuten vor Abflug am allerletzten Gate an. Wow, niemand ist wohl je mehr durch den Flughafen Incheon gerannt als ich.




