Fursal Hotel in Palawan: Günstige Tour-Buchung
Wir sind gestern mitten in der Nacht angekommen und haben am Flughafen kein Taxi bekommen. Schließlich mussten wir ein anderes Hotelfahrzeug bezahlen, um überhaupt hierherzukommen. Das war komplett mein Fehler. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass der Ort hier so klein ist, und mich deshalb nicht um einen Abholservice vom Flughafen gekümmert, was mich aber unglaublich erschöpft hat. Der ursprüngliche Plan war, heute schnorcheln zu gehen und morgen den berühmten unterirdischen Fluss (Underground River) zu besichtigen, den man in dieser Gegend unbedingt gesehen haben muss. Doch als ich aufwachte und beim Frühstück etwas zerzaust recherchierte, hieß es, man könne an den Touren nur teilnehmen, wenn man sie von Korea aus gebucht hat. Was soll das denn bitte heißen, in diesem winzigen Ort mit kaum Menschen?! Der Gedanke, extra für den Urlaub hierhergekommen zu sein, nur um dann im Hotelzimmer festzusitzen, weil ich keine Tour machen kann, war schrecklich.


Während des Frühstücks suchte ich nach einer Lösung, aber mir fiel einfach nichts ein, also beschloss ich, erstmal zurück ins Zimmer zu gehen. Auf dem Rückweg fiel mir ein Reisebüro ins Auge. Wie konnte ich das nur übersehen? In diesem winzigen Hotel war dieses Reisebüro die einzige nennenswerte Einrichtung. Aber es war noch zu früh und der Laden hatte noch nicht geöffnet. In diesem Moment schlich sich jemand an uns heran – nennen wir ihn mal „Robert“ (Name geändert). Robert war ein Angestellter hier und bot uns an, die Touren viel günstiger über ihn zu buchen statt über das Reisebüro. Da man auf den Philippinen bei so etwas vorsichtig sein muss, zögerten wir eine ganze Weile. Aber wir hatten keine andere Wahl, also buchten wir sowohl die Schnorchel- als auch die Tour zum unterirdischen Fluss bei Robert. Natürlich wurde nur Bargeld akzeptiert, keine Karten. Unser Gespräch lief ab wie in einem Spionagefilm: Er kam in unser Zimmer, sagte „Zimmerservice~“, und erklärte uns dann den Preis und wann und wo wir wen treffen sollten. Hätte er sich dabei völlig unauffällig und cool verhalten, wäre ich wahrscheinlich misstrauischer gewesen. Aber seine offensichtliche Nervosität und die Angst, von seinem Chef erwischt zu werden, während er so schnell wie möglich wieder an die Arbeit wollte, wirkte irgendwie beruhigend. Zumindest schien er nicht der Typ zu sein, der einfach mit dem Geld abhauen würde.
Der Preis war zwar nur geringfügig günstiger als die Preise, die ich im Internet gefunden hatte, aber ich war einfach nur erleichtert, dass wir die Ausflüge überhaupt machen konnten. Natürlich blieb ein mulmiges Gefühl in der Magengegend, aber was sollte ich machen? Es war meine eigene Schuld, dass ich mich nicht besser vorbereitet hatte.