Im Hidden Valley fühlt sich das Wandern fast ein bisschen wie Klettern an. Da es sehr felsig ist, kann es schwierig sein, voranzukommen, ohne die Hände zur Hilfe zu nehmen. Wer also nicht so gut zu Fuß ist, sollte sich nicht überanstrengen und lieber nur die Aussicht vom Eingang aus genießen.
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| Die Landschaft am Beginn des Hidden Valley. |
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| Hidden Valley. |
Als Nächstes stand der Keys View Trail an. Man könnte meinen, es heißt "Kiss View", aber es wird "Keys View" geschrieben. (Aus koreanischer Sicht klänge "Kiss" irgendwie netter). Von hier oben hat man einen weiten Panoramablick über die Region Palm Springs und den gesamten Nationalpark. Da man in Kalifornien – anders als in Korea – fast überall den Horizont sehen kann, reicht schon eine kleine Anhöhe für eine fantastische Fernsicht. Der Weg zum Keys View war sehr einfach zu gehen; man kann fast bis ganz nach oben fahren, sodass dieser Aussichtspunkt wirklich für jeden geeignet ist, egal ob jung oder alt.
Ein bisschen schade war, dass der Sonnenuntergang von hier aus wunderschön sein soll, wir dieses Spektakel aber verpasst haben, da wir den Park an nur einem Tag umrunden mussten. Wenn ihr einen Besuch im Joshua Tree Nationalpark plant, empfehle ich euch, mit dem Wohnmobil zu kommen und eine Nacht zu bleiben.
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| Skull Rock. Sieht wirklich aus wie ein Totenkopf. |
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| Da die Autos hier ziemlich schnell fahren, haben wir vorne und hinten jemanden postiert, um nach dem Verkehr zu schauen, und dieses typische Joshua-Tree-Posen-Foto in unter 5 Sekunden geknipst. |
Das Fahren im Joshua Tree Nationalpark ist sehr entspannt, also haben wir uns am Steuer abgewechselt. Es ist eine einfache zweispurige Straße ohne große Überraschungen, man muss nur auf die Geschwindigkeit achten. Selbst Fahranfänger dürften hier gut zurechtkommen. Wer den Verkehr in Korea gewohnt ist, kann hier völlig stressfrei fahren.
Unser letzter Stopp war der Cholla Cactus Garden. Die Cholla-Kakteen sind fast so berühmt wie die Joshua-Bäume. Sie wachsen hier in dichten Kolonien, fast wie auf einer Plantage, was schon fast ein bisschen unheimlich aussieht. Sie sehen so aus, als würde es höllisch wehtun, wenn man sich daran sticht, also traut man sich gar nicht, sie anzufassen. Kleine Kinder fangen oft bitterlich an zu weinen, wenn sie reingreifen – wer also mit Kindern unterwegs ist, muss hier besonders aufpassen.
Ich bin mir nicht ganz sicher, warum sie so berühmt sind, aber wenn man bedenkt, dass die Wüste sonst nicht allzu viel zu bieten hat, macht es irgendwie Sinn. Es soll Tiere geben, die sich von diesen Kakteen ernähren, aber wir haben kein einziges gesehen.
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| Der Eingang zum Joshua Tree Nationalpark hat ein bisschen was von einem Katastrophenfilm. |
Da wir früh morgens losgefahren sind, bis zum Sonnenuntergang blieben und der Park von San Diego aus ziemlich weit entfernt ist, war es ein anstrengender Trip für Groß und Klein. Wenn mich jemand fragen würde, wie man diese Reise am besten angeht, würde ich als Erstes unbedingt empfehlen, ein Wohnmobil zu mieten und eine Nacht im Park zu verbringen. Die zweitbeste Option wäre, zwei Nächte in einem Hotel im Park oder in einem Airbnb in der Nähe zu bleiben.
Es ist wirklich extrem schade, an einen Ort zu reisen, der so perfekt zum Sternegucken ist, und dann abreisen zu müssen, ohne die Sterne gesehen zu haben. Das ist wohl der seltsame Reiz und gleichzeitig der Nachteil des Reisens: Man hat das Gefühl, viel Zeit zu haben, und doch ist sie immer zu knapp.