Signal Hill Aussichtsplattform in Kota Kinabalu
Nach einem überraschend guten Moschee-Besuch machte ich mich auf den Weg zur Signal Hill Aussichtsplattform, von der aus man die ganze Stadt Kota Kinabalu überblicken können soll. Da es heiß und der Weg weit war, rief ich mir direkt ein Grab (Fahrdienst). Die Strecke dorthin ist eine wunderschöne Panoramastraße, ähnlich wie der Bugak Skyway (eine Panoramastraße in Seoul). Wobei ich diese Fahrt natürlich mit meinem Grab-Fahrer genossen habe.
Auf dem Weg nach oben sah ich ein auffällig großes Gebäude mit einer weiten Rasenfläche und fragte, was das sei. Es stellte sich heraus, dass dort der König von Sabah lebt. Ich kannte mich mit der malaysischen Politik nicht besonders gut aus, aber dank des Grab-Fahrers habe ich einiges gelernt. Anscheinend existieren die ursprünglichen Herrscher dieser Regionen weiterhin als Könige ihrer jeweiligen Inseln. Es soll neun Könige geben ob das genau stimmt, weiß ich nicht, und der König von Sabah ist einer davon. Dass Monarchie und Demokratie hier nebeneinander existieren, ist für mich etwas schwer zu begreifen, aber jedenfalls liegt dieser Palast auf dem Weg zur Signal Hill Aussichtsplattform. Leider ist der Zutritt für Besucher nicht gestattet.


Als ich schließlich ankam, war die Aussicht nicht ganz so weitläufig, wie wenn man vom Namsan (Berg in Seoul) auf Seoul blickt. Die Gebäude drängen sich dicht an dicht, aber da ich ein schönes Zusammenspiel mit dem Meer erwartet hatte, war ich ein wenig enttäuscht. Zum Glück sind die Fotos trotzdem gut geworden.
Eine weitere Enttäuschung war das Thema Bier. Ich hatte eigentlich vor, nach dem Aufstieg bei der schönen Aussicht einen Kaffee oder ein Bier zu trinken, aber es gab keinen passenden Laden. Es gibt zwar einen, aber da dachte ich mir eher: 'Ach, ich gehe einfach wieder runter und esse dort etwas Leckeres.' Also stand ich nur da und genoss die Aussicht, während andere Leute mitgebrachten Saft oder Dosenkaffee tranken. Bei so einem Ausblick den Durst stillen zu wollen, ist wohl ein universelles Bedürfnis.




Für den Rückweg überlegte ich, gemütlich an der Straße entlang nach unten zu schlendern, aber auf halbem Weg entdeckte ich einen sehr einladenden Spazierweg. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass man diesen Weg auch nach oben nehmen kann. Mein Eindruck von diesem Pfad lässt sich in einem Wort zusammenfassen: wild. Da wir uns in den Tropen befinden, wachsen die Bäume endlos in die Höhe, sodass der Weg nicht diese ruhige Atmosphäre eines koreanischen Wanderwegs hat. Es ist zwar nur eine kurze Strecke, aber man kann den wilden tropischen Regenwald spüren, und der Weg ist gut ausgebaut.
Obwohl der Weg durchaus seinen Reiz hat, würde ich ihn nicht empfehlen, und der Grund dafür ist, dass wir hier in Malaysia sind und nicht in Korea. Schon nach 30 Sekunden Fußmarsch fangen die Schweißdrüsen so heftig an zu arbeiten, als hätte jemand einen Rasensprenger auf den Rücken gerichtet. Wer vorhat, diesen Weg mit seiner Freundin oder Frau zu gehen, sollte sich unbedingt dreimal überlegen, ob er das Ende des Weges erreicht, ohne einen gewaltigen Anschiss zu kassieren.







Ausgaben (konservativ gerechnet, mal 300 ergibt den Betrag in koreanischen Won)
- Wasser RM 2.4
- Grab zum Signal Hill Observatory RM 14
- Fook Yuen Mittagessen RM 17
- Fahrt zur Blauen Moschee RM 11.72
- White Coffee RM 6.3
- Uber Stornogebühr RM 5
- Fahrt zur Unterkunft RM 12
- Seafood-Restaurant Abendessen RM 40
- Martini RM 96
- Spa RM 116
- Spa Trinkgeld RM 10
Tagesausgaben: RM 330.42
Gesamtreisekosten: 2875000 KRW + RM 1050.83