Der Weg zum Opera House in Sydney
Samstagmorgen. Eigentlich wollte ich nach etwas Ausschlafen erfrischt losziehen, um Sydney zu erkunden, aber mir brummt der Schädel, weil ich gestern mit Abteilungsleiter Yang ordentlich getrunken habe. Außerdem haben wir völlig die Zeit vergessen und so lange getrunken, bis keine Bahnen mehr fuhren. Er hatte zwar schon zu Beginn unseres feuchtfröhlichen Abends gefragt, ob er bei mir übernachten könne, aber ich hätte nicht gedacht, dass er wirklich bleibt. Wie dem auch sei, aus dem einen oder anderen Grund haben wir alle zusammen in einem Zimmer geschlafen. Da Herr Yang schon etwas älter ist, habe ich ihm das Bett überlassen und auf dem Boden geschlafen. Als ich aufwachte, knackte mein Rücken lautstark und schrie förmlich auf. Inzwischen mache ich mir mehr Sorgen darüber, ob ich den Tag heute überhaupt durchstehe, als über meinen steifen Körper. Ach... hätte ich es mit dem Alkohol bloß nicht so übertrieben.
Nachdem ich wieder halbwegs bei Sinnen war, sah der Plan für heute so aus: Vormittags laufe ich mit Herrn Yang und seiner Begleitung zum Opera House, und nachmittags treffe ich mich mit Yongwan, der in Sydney lebt, um mir die Stadt anzusehen.
Auf dem Weg zum Opera House kamen wir an einem Park namens "Royal Botanic Gardens" vorbei, also beschlossen wir, dort hindurchzugehen. (Da unser Englisch nicht das beste ist, wussten wir zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht, dass es sich um den königlichen botanischen Garten handelte.)



Art Gallery of New South Wales






Da Wochenende ist, sind viele Leute mit ihren Hunden im Park unterwegs. Leute, die mit ihrem Hund joggen, Leute, die sich mit ihrem Hund auf dem Rasen sonnen, und Leute, die ihren Hund schwimmen lassen und daneben herzhaft lachen. Wenn ich sehe, wie die Hunde wie verrückt im Springbrunnen planschen und spielen, muss ich unweigerlich wie ein stolzer Papa lächeln. Wenn ich einen Garten und Platz zum Spazierengehen hätte, würde ich auch gerne so große Hunde halten. Aber in Seoul, wo es schon schwer genug ist, überhaupt bezahlbaren Wohnraum für Menschen zu finden (und wo sofort die Polizei gerufen wird, wenn der Hund vom Nachbarn bellt), bleibt das wohl nur ein Traum.