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Jeju Olle Trail Route 6: Weg nach Seogwipo

2022-02-18 · Aktualisiert: 2026-08-11 · Original (Koreanisch)

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus dem koreanischen Original übersetzt. Das koreanische Original lesen →

Heute ist das Wetter schön, also laufe ich die Route 6 des Olle Trails (bekannter Wanderweg auf Jeju). Mein Begleiter ist der Straßenhund aus unserem Gebäude! Er ist von zu Hause bis zum Startpunkt mitgelaufen und denkt gar nicht daran, umzukehren. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, wie weit er mir wohl folgen wird. Er lief bis zur Soesokkak-Mündung mit, aber dann hatte er wohl Angst vor der Holzbrücke und verschwand spurlos.

Ein Hund läuft an einem Markierungsstein, der den Startpunkt des Olle-Trail-Kurses 6 anzeigt, und einem blauen Stempelkasten vorbei.
Ein traditionelles Floß treibt auf klarem, blauem Wasser zwischen von Kiefern bewachsenen, bizarren Felsformationen.
Ein von einem Holzzaun gesäumter Spazierweg verläuft entlang eines schwarzen Sandstrandes, in der Ferne sind ein Wellenbrecher und ein Leuchtturm zu sehen.

Man sagt, der Kaffee bei Terarosa sei so gut, also bin ich hin, habe eine Tasse getrunken und mich ausgeruht, bevor ich weiterging. Ich habe wohl zu lange getrödelt, denn wenn ich mich jetzt nicht beeile, geht die Sonne unter. Nach dem Terarosa-Café sieht man Wegweiser und Steine mit Erklärungen zu den Felsen und dem Meer. Es sieht so aus, als hätte das Dorf Geld in die Hand genommen, um sie aufzustellen. Man spürt richtig die Mühe dahinter... Das hat mir beim Gehen ein warmes Gefühl gegeben.

Fassade eines roten Backsteingebäudes mit der Aufschrift Terarosa Coffee und ein geparktes weißes Auto.
Hinter einer Küste mit aufragenden schwarzen Basaltfelsen ist ein Wellenbrecher mit einem roten und einem weißen Leuchtturm zu sehen.
Zwei Personen sitzen auf einer Bank einer hölzernen Aussichtsplattform mit Blick auf eine große, bewaldete Insel jenseits des Meeres.
Kleine, von jemandem aufgeschichtete Steintürme an einer mit schwarzen Steinen bedeckten Küste, dahinter ein Kiefernwald.

Wenn man die Route 6 läuft, tauchen immer wieder völlig unerwartete Dinge auf. Schon die Soesokkak-Mündung liegt an einem Ort, wo man denkt: "Was soll hier schon sein?" Aber noch seltsamer ist der traditionelle Bogenschießplatz, der plötzlich auftaucht. Ich erinnere mich nicht mehr genau, aber nachdem man ein Regierungsgebäude für Meeresforschung passiert hat (ich war überrascht, wie sauber es drinnen war), steht da plötzlich dieser Bogenschießplatz. Danach beginnt aus dem Nichts ein Offroad-Abschnitt. Die Route 6 ist wirklich unberechenbar.

Ein schmaler, von grünen Pflanzen und Felsen gesäumter Feldweg führt entlang der Küste hinauf in einen Wald auf einem Hügel.
Holzstufen führen über ein kleines Tal, in dem klares Wasser zwischen Felsen fließt, in den Wald.

Wenn man schnell über den Weg geht, der grob aus den umliegenden Steinen zusammengebaut zu sein scheint, stößt man auf ein verfallenes Hotel. Laut Standort müsste es das Seogwipo KAL Hotel sein, aber es wirkt völlig verlassen. Auf einer anderen Karte steht Paradise Hotel, also vermute ich, dass hier früher das Paradise Hotel stand. Von außen sieht es noch so gut aus, dass man fast einziehen könnte, wenn man nur ein bisschen aufräumt. Ich frage mich wirklich, was da passiert ist.

Fassade eines exotisch wirkenden Gebäudes mit auffälligem rotem Ziegeldach und weißen Außenwänden.
Hoch aufragende Palmen über einer trockenen Rasenfläche unter einem bewölkten Himmel.
Eine hölzerne Informationstafel mit dem Verlauf des Künstler-Spazierwegs sowie blaue und orangefarbene Pfeilmarkierungen.

Wenn die Soesokkak-Mündung der Start der Route 6 ist, dann ist der Jeongbang-Wasserfall so etwas wie der Mittelpunkt. Für den Jeongbang-Wasserfall muss man allerdings Eintritt zahlen, daher ist es eine gute Idee, sich vorher den Sojeongbang-Wasserfall (einen kleineren Wasserfall) ausgiebig anzusehen. Wenn man natürlich genug Zeit und Lust hat, den Eintritt zu zahlen, sollte man sich auch den Jeongbang-Wasserfall ansehen.

Der Sojeongbang-Wasserfall ist zwar etwas kleiner, hat aber die Besonderheit, dass er direkt ins Meer stürzt, was ihn irgendwie niedlich macht. Es ist der perfekte Ort, um Wasser oder eine warme Tasse Kaffee zu trinken, also verpasst ihn nicht.

Ein kleiner Wasserfall, der erfrischend zwischen schwarzen Basaltklippen hinabstürzt.
Wasser fließt neben einem Spazierweg mit Eisengeländer, dahinter sind das Meer und Küstenklippen zu sehen.
Fassade des Gebäudes Sora-ui-seong (Muschelburg), bestehend aus einer runden schwarzen Steinmauer und einem zylindrischen Turm.

Nachdem man sich vor der "Burg der Muscheln" (Sora-ui Seong) seinen Stempel abgeholt hat, stößt man auf Schilder zu zwei Vorfällen, die einen die Texte sehr aufmerksam lesen lassen und man sich fragt: "Sowas ist hier passiert?"

Das eine ist ein Spionage-Infiltrationsvorfall, das andere das Schiffsunglück der Namyoung-ho.

Der Spionagevorfall kommt heutzutage nicht mal mehr in den Nachrichten, da denkt man sich nur fasziniert: "Ach, sowas gab es auch mal~". Aber beim Schiffsunglück der Namyoung-ho wird mir schwer ums Herz, weil ich denke: "Was damals passiert ist, hat sich vor ein paar Jahren bei der Sewol-Fähre wiederholt..." Was noch schwerer zu beheben ist als ideologische Probleme, ist wohl die ständige Vernachlässigung von Sicherheit und die Abstumpfung dagegen. Genauer gesagt wäre es wohl treffender zu sagen: Sicherheit, die aus Geldgier ignoriert wird.

Eine Informationstafel im Freien mit Erklärungen und Fotos zum Vorfall der Süd-Joseon-Arbeiterpartei.
Parklandschaft mit einem traditionellen Holzpavillon am Ende eines gepflasterten Spazierwegs.
Das auf einer Rasenfläche errichtete Namyoung-ho-Mahnmal für die Opfer des Schiffsunglücks.
Ein Treppenweg mit Meerblick und ein Holzschild, das die Richtung zur Seobok-Ausstellungshalle und zum Jeongbang-Wasserfall anzeigt.

Wenn man am Jeongbang-Wasserfall vorbeigeht, kommt man auf einen Weg, der Xu Fu (Seobok) gewidmet ist, einem beispiellosen Betrüger aus China aus der Zeit vor Christus. Er ist ein legendärer Schwindler, der Qin Shi Huang (dem ersten Kaiser) vorlog, er würde das Kraut der Unsterblichkeit bringen, dann in Seogwipo Halt machte und irgendwohin verschwand. Der Name Seogwipo leitet sich auch davon ab, dass Xu Fu hier vorbeikam.

Ein traditionelles Steintor mit chinesischen Schriftzeichen für den Seobok-Park.
Ein langes Relief-Wandbild mit verschiedenen eingravierten Bildern entlang einer Steinmauer.
Blühende Narzissen mit weißen Blütenblättern und gelber Mitte vor einer gelben Wand.
Eine Steinstatue eines Mannes in alter chinesischer Kleidung, der eine Schriftrolle hält.
Der Eingang der Seogwipo-Apartments neben einer Mauer, auf der menschliche Gesichter und Pflanzen gemalt sind.
Eine Insel, die hinter einer Rasenfläche am Straßenrand und einem großen, blattlosen Baum zu sehen ist.
Eine weite, von einer Steinmauer umgebene Rasenfläche und Kiefern.

Jetzt bin ich in der Innenstadt von Seogwipo. Nur noch ein kurzes Stück, dann habe ich die Route 6 geschafft. In der Innenstadt gibt es die Lee-Jung-seop-Straße, benannt nach dem Maler, auf den Seogwipo so stolz ist. Deshalb gibt es hier viele Werkstätten und die Hauptwerke von Lee Jung-seop sind oft als Wandmalereien zu sehen. Ich mag den Maler wirklich sehr, aber sein Leben war so tragisch, dass ich beim Betrachten seiner Bilder eher Traurigkeit als Freude empfinde. Auch beim Entlanggehen dieser Straße werde ich traurig.

Eine Skulptur und ein bogenförmiges Schild, die den Eingang zur Lee-Jung-seop-Straße markieren.
Zwei Personen stehen vor einem traditionellen Haus mit Strohdach.
Menschen gehen einen Weg hinab, von dem aus in der Ferne das Meer zu sehen ist.
Das Eingangsschild des Seogwipo Maeil Olle Market und eine Ansicht des Marktinneren.
Ein blauer Stempelkasten vor dem Jeju Olle Tourist Center.
Eine Passseite mit dem Stempel des Jeju Olle-Trail-Kurses 6.

Endlich am Ziel! Wie schon bei Route 5 ließ sich auch bei Route 6 der Stempel nicht richtig aufdrücken. Vielleicht, weil schon so viele Leute hier waren? Wenn Route 5 die Strecke für Naturlandschaften ist, fühlt sich Route 6 eher wie ein Rundgang durch Touristenattraktionen an. Anstrengend sind beide gleichermaßen.


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