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Maendorong Haejangguk: Gengi-guk auf Jeju

2021-11-21 · Aktualisiert: 2026-08-11 · Original (Koreanisch)

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus dem koreanischen Original übersetzt. Das koreanische Original lesen →

Da ich im Hey Seogwipo (einem Hotel auf Jeju) arbeite, esse ich meistens hier in der Nähe zu Mittag. Direkt dahinter liegt die "Arang Joeul Geori", eine bekannte Restaurantstraße, wo ich oft fündig werde. Heute habe ich nach etwas Neuem gesucht und bin auf ein Restaurant gestoßen, das "Gengi-guk" anbietet – ein Gericht, von dem ich noch nie zuvor gehört hatte.

Sowohl der Name des Restaurants als auch die Speisekarte sind ungewöhnlich. Eine kurze Suche ergab, dass "Maendorong" im lokalen Dialekt "warm" bedeutet, genauer gesagt die perfekte Temperatur zum Essen. Einige kennen das Wort vielleicht aus dem K-Drama <Warm and Cozy> (im Original <Maendorong Ttottot>), aber da ich das nicht gesehen habe, war es mir völlig neu. "Maendorong Haejangguk" heißt also wohl so viel wie "warme Kater-Suppe". Das habe ich mir mit ein paar Klicks zusammengereimt, denn ich verstehe nicht mal 20 % des Jeju-Dialekts. Ob das also zu 100 % stimmt, weiß ich selbst nicht...

Gengi-guk ist ein traditionelles Gericht von der Insel Jeju: eine Algensuppe, für die kleine Krabben zermahlen und mitgekocht werden. Auch das musste ich erst googeln und konnte mir den Geschmack vor dem ersten Löffel absolut nicht vorstellen. Wenn man sich andere Blogs durchliest, wird schnell klar: Das ist ein Gericht, das man entweder liebt oder hasst. Ich bin also diesmal nicht fröhlich pfeifend ins Restaurant spaziert, sondern eher mit einer ordentlichen Portion Abenteuerlust.

Das Restaurant hat ziemlich hohe Bewertungen, aber man findet auch immer wieder mal einen Stern. In diesen Kommentaren wird oft behauptet, der Besitzer sei unfreundlich. Für mich wirkte das aber einfach nur wie die typische, direkte Art der Leute auf Jeju und keineswegs unhöflich. Natürlich wird man hier nicht mit der zuckersüßen, übertrieben höflichen Art begrüßt, die wir aus Seoul gewohnt sind. Auch die Gäste, die zum Essen kommen, reden nicht gerade mit sanfter Stimme. Ich dachte mir einfach: So ist eben die Nachbarschaft.

Außenansicht eines Restaurants mit einem Schild mit der Aufschrift Maendorong Haejangguk (Katersuppe).
Innenansicht des Restaurants mit Holztischen und Stühlen.
Wand voller Landschaftsfotos von der Insel Jeju und von Gästen hinterlassenen Notizzetteln.
Speisekarte mit verschiedenen Gerichten und Preisen an der Restaurantwand.

Endlich kam meine Gengi-guk. Zuerst war ich überrascht, dass es gleich sechs Beilagen (Banchan) dazu gab. Sechs Beilagen zu einer Suppe für 10.000 KRW! Ich habe kurz überlegt, wo man in Seoul noch so viel bekommt, aber mir fiel beim besten Willen nichts ein. Und die Beilagen waren so lecker, dass am Ende alle sechs Schälchen restlos leergeputzt waren.

Ich nahm einen Löffel der Gengi-guk-Brühe und schmeckte eine erfrischende Note. Aber es war nicht diese klare, leicht scharfe Erfrischung, die man aus Seoul kennt. Es war aber auch definitiv nicht der schwere Geschmack einer Fleischbrühe... Es ist wirklich schwer zu beschreiben. Ich verstehe jetzt, warum manche sagen, es schmeckt nach Meer, und warum es Leute gibt, die es gar nicht mögen. Es ist ein extrem ungewohnter Geschmack. Normale Algensuppe wird meist mit Rindfleisch und Sesamöl zubereitet und ist daher eher fettig. Diese Suppe hier ist überhaupt nicht fettig, fast wie eine klare Fischsuppe (Jiri-tang). Vielleicht liegt es an den Abalone-Innereien und den gemahlenen Krabben (obwohl ich die Krabben rein vom Geschmack her nicht herausschmecken konnte), aber die Brühe ist leicht sämig und gleichzeitig erfrischend würzig. Wenn ich das jetzt selbst lese, weiß ich immer noch nicht, wie ich den Geschmack richtig erklären soll. Man muss es einfach probieren.

Es ist auch erstaunlich, dass in einer Suppe für nur 10.000 KRW gleich zwei Abalonen (Seeohren) schwimmen. Die einfachste Art, dieses Gericht jemandem aus Seoul zu erklären, wäre wohl "Abalone-Algensuppe".

Auf einem Tablett servierte Mahlzeit mit Suppe in einem Ttukbaegi (Steintopf), Reis und verschiedenen Beilagen.
Kochende Suppe mit Seetang und Einlagen in einem schwarzen Steintopf.
Suppengericht mit Seetang und gehackten Zutaten in einem Steintopf.
Eine ganze Abalone (Seeohr), die mit einem Löffel aus einer Seetangsuppe gehoben wird.

Obwohl ich eigentlich kein großer Fan von Algensuppe bin, habe ich die Schüssel fast komplett geleert. Erstens ist es toll, dass man durch die Abalonen richtig was zu kauen hat. Und selbst wenn man die Algen übrig lässt, ist die Brühe einfach unglaublich erfrischend. Nur die Algen pur zu essen, war nicht ganz mein Fall, aber zusammen mit den salzigen Beilagen hat es wunderbar geschmeckt.

Das Witzige war allerdings: Nur ich und ein Ehepaar, das ebenfalls aus Seoul zu kommen schien, aßen Gengi-guk. Die Leute, die wie Einheimische von Jeju aussahen, bestellten alle Someori-gukbap (Rinderkopfsuppe). Für Touristen aus Seoul mag das Restaurant für Gengi-guk berühmt sein, aber für die Einheimischen ist es vielleicht eher ein Geheimtipp für Rinderkopfsuppe? Beim nächsten Mal werde ich es wie die Locals machen und die Rinderkopfsuppe probieren.


18.11.2021

Ein paar Tage später war ich wieder da. Diesmal habe ich die Someori-gukbap bestellt.

Obwohl nur wenige Tage vergangen waren, hatten sich drei der Beilagen geändert. Für 8.000 KRW bekommt man hier insgesamt 11 Schälchen, inklusive Soße und Nudeln. Und die Suppe war randvoll mit Rinderkopffleisch.

Der Geschmack ist etwas leichter als in Seoul und die Suppe hat ein deutliches Fleischaroma. Das Kopffleisch ist nicht extrem weichgekocht, sondern hat noch einen schönen Biss, was Spaß macht. Da man Reis und Somyeon (dünne Weizennudeln) dazu bekommt, ist man danach wirklich pappsatt. Ich empfehle natürlich, zuerst die Nudeln zu essen und dann für den Reis etwas Dadaegi (scharfe Würzpaste) in die Suppe zu rühren.

Am meisten empfehle ich aber trotzdem die Gengi-guk. (Zumindest für Leute aus Seoul/Touristen.)

Auf einem Tablett servierte Mahlzeit mit klarer Suppe in einem Steintopf, Reis, Somyeon (dünne Weizennudeln) und verschiedenen Beilagen.
Ein dickes Stück Fleisch mit Frühlingszwiebeln, das mit einem Löffel aus einer klaren Suppe in einem Steintopf gehoben wird.
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