Marestar in Hongdae: Wein & Hunde willkommen
Wer Wein liebt, fragt sich ständig: "Wo sollen wir diese Flasche aufmachen?" Wenn man sich mit mehreren Leuten trifft und pro Flasche 10.000 oder 20.000 KRW Korkgeld zahlt, erreicht das Korkgeld schnell den Preis des Essens. Und was, wenn bei diesem Korkgeld nicht einmal die Weingläser ausgetauscht werden?
Man möchte gerne mit seinem Hund oder seiner Katze essen gehen, aber in den meisten Restaurants sind Tiere verboten. Wegen der herumfliegenden Haare, die andere Gäste stören könnten, findet man kaum haustierfreundliche Restaurants.
Die perfekte Lösung für genau diese Probleme ist das Marestar in Hongdae (einem lebhaften Viertel in Seoul), das ich heute vorstelle.




Es heißt zwar "Korkgeld-frei", aber es gibt eine Regel: Man muss zwingend ein Gericht aus dem Korkgeld-Menü bestellen. Wenn man alleine isst, ist das vielleicht etwas viel, aber für eine Gruppe ist der Preis völlig in Ordnung. Besonders der "Mare Plate" (Fleischteller) und "Manzo Funghi" (Rindfleisch mit Pilzen) sind empfehlenswert, da sie zu den Signature-Gerichten des Hauses gehören und hervorragend zu Wein passen. Da wir eher Fleisch- als Pilzfans sind, haben wir uns für den Mare Plate entschieden.
Ein kleiner Wermutstropfen ist, dass die meisten Gerichte eher zu Rotwein passen und es kaum Optionen für Weißwein oder Champagner gibt. Daher ist es am besten, seine Weinauswahl auf Rotwein abzustimmen.

Ich weiß nicht, warum der Besitzer so viele Pilze verwendet, aber meine Weinbegleitung hatte nur Gutes über die Pilzgerichte zu sagen. Deshalb ist die Funghi-Pizza (Pilzpizza) eines der Gerichte, die wir hier immer essen. Es gibt auch Gorgonzola-Pizza, die man in Honig dippt, und ich verstehe bis heute nicht, warum wir stattdessen die Pilzpizza bestellen. (Zur Info: Ich habe den Geschmack eines Grundschülers.)

Da ich mich so auf das fehlende Korkgeld konzentriert habe, habe ich zuerst die etwas schwereren Gerichte vorgestellt. Aber das Gericht, auf das dieses Restaurant (laut eigener und fremder Aussage) am meisten stolz ist, ist die Pasta. Manche sagen jetzt vielleicht, Pasta sei doch kein schwieriges Gericht, das sei quasi das koreanische Ramyeon (Instantnudeln). Aber als jemand, der überhaupt nicht kochen kann, möchte ich selbst dieses "Ramyeon" richtig gut essen. Das hier ist ein Pasta-Restaurant, in dem man den Teller bis auf den letzten Rest leer kratzt. Ich finde, da lohnt sich die Bestellung auf jeden Fall, auch wenn es wie ein einfaches Alltagsgericht behandelt wird.


Es gibt Plätze für Gruppen, und obwohl Hunde erlaubt sind, ist der Boden nicht schmutzig und es fliegen keine Haare herum. Das Essen ist ziemlich gut (wobei ich diese Art von Essen ohnehin fast immer mag, daher fällt mir die Bewertung schwer) und es ist toll, dass man so viel Wein trinken kann, wie man möchte. Manchmal wirft einem der Hund vom Nachbartisch einen Laser-Blick zu, der sagt: "Gib mir einen Bissen ab!", sodass man beim Essen unbewusst ein schlechtes Gewissen bekommt.
Wenn man Hunde oder Katzen nicht mag, ist dieser Ort vielleicht nicht zu empfehlen. Da Hunde im Restaurant sind, können sie, wenn sie nicht gut erzogen sind, viel bellen und das Essen stören. Sie könnten sich auch aufregen, wenn sie andere Hunde treffen – es kann also zu verschiedenen Situationen kommen. Bei meinen zwei Besuchen ist das zwar nicht passiert, aber für ein wichtiges Meeting oder ein Date würde ich sicherheitshalber einen anderen Ort empfehlen.







