Quan Hue Ngon: Leckeres BBQ in Da Nang
Nun ist endlich der erste Tag angebrochen, an dem wir uns wirklich nur erholen. Ausschlafen war allerdings nicht drin, denn die "Kackmaschine" im Bett nebenan hat mich wachgerüttelt, um frühstücken zu gehen. So haben wir uns den Bauch vollgeschlagen und sind zum Strand gegangen. Ich dachte immer, der My Khe Beach – angeblich einer der sechs schönsten Strände der Welt – sei der einzige Strand in Da Nang, aber laut der Beschreibung im Hotelaufzug ist das wohl nicht so. Wir werden sicher nicht alle sehen können, aber der My Khe Beach ist so schön, dass man es nicht bereut, nirgendwo anders hinzugehen.
Einfach nur am Strand herumzuliegen war uns zu langweilig, und da die Wellen für uns Anfänger genau richtig schienen, beschlossen wir, Surfbretter zu mieten und surfen zu gehen. Es gibt da einen Kurs von jemandem aus Europa – Portugal oder so –, der bei Koreanern sehr beliebt ist. Als wir aber dort waren, verlangten sie Preise, die völlig losgelöst von den hiesigen Lebenshaltungskosten waren, also haben wir uns einfach bei einem lokalen Anbieter Bretter geliehen. Für nicht einmal 10.000 KRW bekommt man sogar noch eine Sonnenliege dazu. Dass sie auch noch auf unsere Sachen aufgepasst haben, war super. Vielleicht liegt es daran, dass gerade Nebensaison ist, aber es war wirklich absolut nichts los. Anders gesagt: Man kann sich beim Surfen ganz entspannt zum Narren machen, ohne sich schämen zu müssen.




Heute war wirklich, wie versprochen, ein Tag, an dem wir nur im Hotel und am Strand gefaulenzt und im Wasser geplanscht haben. Die Hälfte unseres Ziels, nur zu spielen und zu essen, war also erreicht – Zeit für die andere Hälfte. Auch dieses Mal befahl unser Reiseleiter, Nervensäge und Frühstücksmeister in Personalunion, dass wir heute Abend BBQ essen müssten und ich ein Grab (Fahrdienst) rufen solle. So landeten wir bei Quán Huế Ngon. Manche nennen es auch Quan Com Hue Ngon, aber da ich sowieso nicht weiß, wie man das ausspricht, ist es am einfachsten, einfach ein Grab zu rufen.
Wenn man in der Nähe aussteigt, weiß man sofort: "Ah, das ist der Laden", denn die Luft ist erfüllt von köstlichem Geruch und Rauch. Es waren viele Paare da, aber auch Ausländer, die alleine aßen. Beim Blick auf die Speisekarte wussten wir absolut nicht, was wir nehmen sollten, aber ein vietnamesisches Paar am Nebentisch empfahl uns Rindfleisch und Tintenfisch, also bestellten wir das. Dazu bestellten wir noch ein paar Dinge nach unserem eigenen Geschmack, und so stand am Ende ein ziemlich ordentliches Festmahl auf dem Tisch.
Ganz speziell ist, dass ein japanischer Tischgrill gebracht wird und man das Essen selbst grillt. Ich weiß nicht, ob Yakiniku (japanisches BBQ) hier gerade im Trend liegt oder ob das schon immer die vietnamesische Art zu essen war, aber es war faszinierend, eine Esskultur vorzufinden, die mir so vertraut ist. Dass man das Fleisch in salatähnliche Blätter wickelt, ist ähnlich wie bei uns in Korea, und auch das Eintauchen in die lokale Soße – auch wenn es keine Doenjang (koreanische Sojabohnenpaste) ist – kommt einem bekannt vor. Gerade weil es so ähnlich und doch ein bisschen anders ist, wirkt es umso exotischer. Man sagt ja, dass alles, was über Feuer gegrillt wird, schmeckt, und tatsächlich war alles Gegrillte köstlich. Es dauerte allerdings gefühlt ein wenig, bis das Essen kam, sodass wir eine Flasche Bier in null Komma nichts ausgetrunken und noch ein, zwei weitere bestellt haben.




Danach machten wir uns auf den Weg zum Lotte Mart, um ein paar Mitbringsel zu kaufen. Ich wusste schon vor der Reise, dass es in Da Nang einen Lotte Mart gibt, aber als ich dann drinnen stand, war es doch ein faszinierender Ort. Das Angebot besteht zwar eher aus etwas hochwertigeren Produkten, aber das Lustige ist: Alle Vietnamesen kaufen koreanische und japanische Produkte, und alle Koreaner kaufen vietnamesische Produkte. Es ist, als ob sie einfach alles restlos verkaufen könnten. Ziemlich clever gemacht.

Hmm... Ich habe keine Ahnung, wie der Name lautet.