Gwangju Yukjeon: Der Hit im Yeongdong-Markt, Gangnam
Schon in der Mittelschule war ich wegen meiner Nachhilfekurse oft in Nonhyeon-dong (einem Viertel in Seoul). Schon damals war der Yeongdong-Markt überraschenderweise ein Markt mitten in Gangnam, auf dem es stark nach Fisch roch. Heute ist er unvergleichlich sauberer als früher, aber dieser plötzliche Stimmungswechsel mitten im Viertel ist irgendwie lustig und zugleich irritierend. Auf dem Yeongdong-Markt gibt es ein paar echte Urgesteine, und eines davon ist das Restaurant Gwangju Yukjeon.
Vielleicht liegt es an der Lage, aber während in anderen Läden nicht einmal eine Schlange steht und gähnende Leere herrscht, muss man bei Gwangju Yukjeon damit rechnen, gut 30 Minuten zu warten, da die Leute von überall herkommen, weil sie davon gehört haben. Zum Glück wurde heute etwas schneller ein Platz frei, sodass ich mich setzen konnte.
Ich war noch nie in Gwangju (einer Stadt im Süden) und weiß daher nicht, ob das echte Yukjeon (gebratene Rindfleischscheiben im Ei-Mantel) dort so schmeckt. Aber der Geschmack von in Ei gebratenem Yukjeon, das man in süßliche Sojasauce tunkt und zusammen mit einem Frühlingszwiebelsalat isst, ist in Seoul nur schwer zu finden. Es gibt ohnehin nur wenige Läden, die Yukjeon verkaufen, aber ein Ort wie dieser, wo allein die Atmosphäre einen dazu zwingt, Makgeolli (koreanischen Reiswein) zu bestellen, fällt mir sonst nur noch das 'Jangseoneun Nal' ein. (Wobei selbst das 'Jangseoneun Nal' keine echte Marktatmosphäre hat, die so gut zum rauen Geschmack von Makgeolli passen würde.)





