Katsu Gongbang: Top Tonkatsu an der Gyodae Station in Seoul
Erneuter Besuch


Ich war nach langer Zeit mal wieder hier und die Speisekarte hat sich etwas verändert. Da die Demiglace-Sauce so lecker ist, habe ich dieses Mal das Tonkatsu (paniertes Schweineschnitzel) probiert. Die Portion ist groß und der Geschmack der Sauce einzigartig lecker. Egal was man hier isst, das Tonkatsu stellt einen immer zufrieden!
Vorab möchte ich klarstellen, dass meine Top-3-Bewertung natürlich rein subjektiv ist.
Eigentlich schmeckt Tonkatsu fast überall ähnlich. Solange die Panade nicht abfällt oder matschig serviert wird, ist es meistens überdurchschnittlich gut. Daher ist es gar nicht so leicht, einen Ort zu finden, bei dem man denkt: "Wow! Hier ist es wirklich fantastisch!" Trotzdem gibt es solche herausragenden Orte, und das Restaurant, das ich heute vorstelle, ist genau so einer.
Rund um die Gyodae (Pädagogische Hochschule Seoul) bis hin zum Seoul Arts Center gibt es wirklich viele Restaurants, die Tonkatsu, frittierte Garnelen und Ähnliches verkaufen. Spontan fallen mir da die Hauptfiliale von Heosuabi und Dadong direkt vor der Uni ein. Das sind Läden, die entweder durch ihren Preis oder ihren Geschmack punkten, aber von meiner jetzigen Firma aus sind sie ziemlich weit weg. In der direkten Umgebung gab es bisher kein Tonkatsu-Restaurant, das ich wirklich herausragend fand, also bin ich nur in ganz gewöhnliche Läden für ein schnelles Mittagessen gegangen. Aber Katsu Gongbang ist da anders.




Da ich nicht wusste, wann ich das nächste Mal hier sein würde, habe ich erst einmal das Modum Katsu (gemischtes Katsu) Menü bestellt. Bei meinem ersten Besuch war es Abendessenzeit, also habe ich es mit Bier genossen – und hätte fast nicht mehr aufhören können zu trinken. Das gemischte Menü mit Tonkatsu, Garnelen-Katsu, Käse-Katsu, Fisch-Katsu und Hamburg Steak (Hacksteak) ist so riesig, dass die Portion einfach nicht kleiner zu werden scheint. Jedes einzelne Stück schmeckt so gut, dass man schon satt ist, während man sich noch durchprobiert. Trotzdem konnte ich nicht aufhören und habe am Ende alles restlos aufgegessen.
Zunächst einmal löst sich die Panade nicht ab und die Knusprigkeit ist einfach erstklassig. Wenn das nur bei einem Gericht so wäre, würde man denken, sie können eben nur das eine gut, aber hier überzeugt wirklich jedes Menü. Ich weiß nicht, ob sie alles selbst machen oder geliefert bekommen, aber mir entkam unweigerlich ein genüssliches "Mmh~ Mmh~".

Kurze Zeit später schaute ich zum Mittagessen vorbei und aß das Nikomi Hamburg Menü. Ich weiß zwar nicht genau, was der Name bedeutet, aber es wurde ein weichgekochtes Ei mit einem Hamburg Steak serviert. Da ich noch das riesige gemischte Katsu im Kopf hatte, sah die Portion auf den ersten Blick etwas klein aus.
Ob es nun am Hunger lag oder daran, dass es so lecker war – ich habe den Teller restlos leergekratzt. Das Hamburg Steak war nirgendwo hart oder zäh, sondern wunderbar zart und angenehm zu essen. Dazu kam die süßliche Sauce, die perfekt zum Reis passte. Das weichgekochte Ei hatte überraschenderweise keinen großen geschmacklichen Einfluss, aber vielleicht habe ich es auch einfach falsch gegessen. Es ist aber definitiv eine Delikatesse, die ich so woanders noch nicht probiert habe.


Da es in der Gegend um die Gyodae viele Gerichte und juristische Kanzleien gibt, wimmelt es hier von Büroangestellten. Auch wenn es wegen Corona etwas ruhiger geworden ist, gehört das Anstehen zur Mittagszeit hier zum Standard. Sie scheinen auch zu liefern, aber ich weiß noch nicht, wie gut die Qualität dann ist. Das ist definitiv kein Restaurant, in das man nur ein- oder zweimal geht. Solange ich in diesem Viertel arbeite, werde ich wohl noch andere Gerichte probieren und sicher noch weitere Fotos hinzufügen.