Les Premices: Macarons in Seocho-dong

Eigentlich mag ich Macarons gar nicht so sehr. Meistens sind sie mir einfach zu süß, sodass es mir schwerfällt, mehr als einen zu essen. Ihr fragt euch jetzt sicher, warum ich dann einen Macaron-Laden empfehle – aber dieser hier ist etwas anders.
Zuerst sollte ich wohl erzählen, wie ich darauf aufmerksam wurde: Ein jüngerer Bekannter von mir hat dort angefangen, in Teilzeit zu arbeiten.
„Hyung, unsere Macarons sind wirklich unglaublich lecker.“
Wenn jemand, der seit über 10 Jahren Kaffee macht, so etwas sagt, muss man es einfach glauben. Außerdem lag es direkt in der Nähe meiner Arbeit, also nichts wie hin!



Während ich ein Jahr lang in der Nähe des Nambu Bus Terminals (in Seoul) gearbeitet habe, war ich wohl in fast jedem Café und Dessertladen in dieser Gegend. Es gibt genau zwei Orte, die ich wirklich empfehlen kann. Einer davon ist Les Premices. Da der Kaffee von einem Bekannten zubereitet wird, fällt es mir persönlich schwer, objektiv zu beurteilen, ob er gut ist oder nicht. Wer aber Kaffee mit einer leichten Säure mag, dem kann ich ihn wärmstens empfehlen.
Die Macarons wurden kürzlich in der bekannten Food-TV-Show „Wednesday Food Talk“ vorgestellt und sind seitdem landesweit berühmt. Der Beweis: Zur Mittagszeit strömen so viele Leute herein, dass ich kaum noch dazu komme, meinen Bekannten zu fragen, wie es ihm geht. Die Macht des Fernsehens ist schon verrückt... Eigentlich hatte ich hier schon ein- oder zweimal etwas gegessen, bevor er dort anfing. Damals kam ich aber nicht einmal dazu, sie zu probieren, weil die Frauen in unserer Gruppe sie alle im Handumdrehen verputzt hatten, sodass ich den Geschmack gar nicht kannte. Jetzt kann ich sie voll und ganz verstehen.
Wer es extrem süß mag, wird hier vielleicht erst einmal den Kopf schieflegen. Aber der Geschmack, der dem Namen jedes Macarons entspricht, kommt richtig gut zur Geltung. Blauschimmelkäse, Yuzu (asiatische Zitrusfrucht) usw. – das ist eine ganz andere Liga als diese Macarons, die einfach nur süß sind und bei denen man überhaupt nicht herausschmeckt, was es sein soll. Man könnte sagen, es ist wie ein Leitfaden dafür, wie ein „richtiger Macaron“ schmecken sollte.