Manriseong: Traditionelles China-Restaurant in Seocho
Die Leute in meinem Team trinken für ihr Leben gern, weshalb wir in der Firma als das Team mit dem größten Alkoholkonsum bekannt sind. Jeder hat so seine Eigenheiten, was Lieblingsessen und Essgewohnheiten angeht, und auch unser neuestes Teammitglied hat uns da nicht enttäuscht. Er ist nämlich absolut verrückt nach Yangjangpi (einem koreanisch-chinesischen Gericht mit Meeresfrüchten, Gemüse und Senfsoße). Ich finde es ja besser, einen bestimmten Geschmack zu haben als gar keinen, aber er trinkt nun schon seit Monaten endlos Soju (koreanischen Schnaps) zu seinem Yangjangpi. Dieser Yangjangpi-Verrückte hat das chinesische Restaurant Manriseong direkt vor unserer Firma zu dem Ort gekürt, an dem es das beste Yangjangpi gibt, das er je gegessen hat.
Zur Mittagszeit ist es hier so voll, dass es schwer ist, auch nur eine Schüssel Jajangmyeon (Nudeln in schwarzer Bohnensoße) zu ergattern. Es ist das repräsentativste chinesische Restaurant in diesem Viertel (Seocho in Seoul), das hier schon seit Jahrzehnten betrieben wird. Auch das Jajangmyeon und Jjamppong (scharfe Meeresfrüchte-Nudelsuppe), die wir mittags essen, sind von so hoher Qualität, dass meine Kollegen oft hierher kommen. Der Laden ist dafür bekannt, ein großartiges Wok-Aroma zu erzeugen, und genau deshalb haben wir uns darauf gestürzt, hier ein Festmahl voller feuriger Aromen zu bestellen – einzig und allein, um dazu zu trinken.






Da unsere Firma direkt nebenan ist, werden hier wohl noch etliche Fotos folgen. Schon die Bilder oben sind eine Zusammenstellung von Aufnahmen, die ich seit dem Sommer gemacht habe. So lecker ist es hier, und auch die Preise sind angemessen. Die Gerichte liegen preislich bei Mitte 20.000 KRW, aber wenn es etwas zu bemängeln gibt, dann, dass die Portionen etwas klein sind. Vielleicht liegt es auch daran, dass wir vier gute Esser waren, die sich darauf gestürzt haben, aber es fühlte sich an, als würden ein oder zwei Löffel fehlen. Ein weiterer Nachteil ist, dass es manchmal Tage gibt, an denen das Essen überhaupt nicht schmeckt – ich weiß nicht, ob dann der Koch wechselt oder es Schichtwechsel gibt. Einmal kam das Tangsuyuk (süß-saures Schweinefleisch) so hart an den Tisch, dass man es kaum essen konnte, und ich habe keine Ahnung, woran das lag. Da es offensichtlich ein Restaurant ist, das von einer chinesischen oder auslandschinesischen Familie geführt wird, glaube ich nicht, dass es an häufigem Personalwechsel liegt; ich vermute eher, dass es eine vorübergehende Sache war.
Da es hier sehr voll wird und abends viele Firmenessen stattfinden, empfehle ich, zu reservieren. Sie haben auch eine Homepage, die zwar nicht besonders hübsch ist, aber funktioniert. http://www.manrisung.co.kr/home/b2.php