Mount Kinabalu in Kota Kinabalu: Versteckt in den Wolken
Nachdem wir wieder ins Auto gestiegen waren und etwa eine Stunde gefahren sind, begann nun die Bergstraße. Kurvige und raue Bergstraßen scheinen überall auf der Welt gleich zu sein, wo es Berge gibt. Genau wie beim Essen, wo das Hauptgericht gleich bleibt, aber die Gewürze den Geschmack verändern, ist die Berglandschaft das Hauptgericht und die kleinen Details darin sind die Gewürze, die dem Betrachter ein völlig anderes Gefühl vermitteln. Die "Kuhherden, die nicht aus dem Weg gehen" und die katholischen Kirchen oder Klöster, die man auf dem Weg nach oben ab und zu sieht, sind typische Gewürze. Es sind Anblicke, die einen, selbst wenn man es kurz vergessen hat, daran erinnern: "Ah, ich bin hier ja nicht in Korea." Nanu? Aber das sind doch alles keine Dinge, die man in einem islamischen Land erwarten würde.
Während wir die lange, lange Straße hinauffahren, wird unser Fahrer immer unruhiger und meint, es gäbe zu viele Wolken. Da es gestern geregnet hat und es auch heute stark bewölkt ist, mache ich mir ständig Sorgen, dass wir den Mount Kinabalu gar nicht sehen werden. Trotzdem schauen alle still aus dem Fenster, in der Hoffnung: "Vielleicht können wir ihn ja wenigstens für einen ganz kurzen Moment sehen?" Vielleicht starren wir auch einfach nur gedankenlos vor uns hin. Nach einer guten Stunde Fahrt sind wir endlich am Mount Kinabalu Aussichtspunkt angekommen!












Haben wir etwa eine Stunde lang unschlüssig gewartet? Ich war mir nun sicher, dass der Kinabalu uns sein Gesicht nicht zeigen würde. Es war absolut unmöglich, auch nur den kleinsten Schatten von ihm zu erhaschen. Alle waren enttäuscht, als der Guide vorschlug, wir sollten uns einen Laden für handgemachte Taschen in der Nähe ansehen. Er ist zwar ein Uber-Fahrer, aber er führt uns herum wie bei einer echten Pauschalreise, inklusive Shopping-Stopps. Das hätte er nun wirklich nicht tun müssen... Bekommen die eigentlich auch eine Provision, wenn wir etwas kaufen? Wahrscheinlich nicht, aber da der Berg ohnehin zu schüchtern war, um sich zu zeigen, und wir noch Zeit hatten, beschlossen wir, uns einfach mal umzusehen.








Während ich fotografierte, dachte ich noch: "Wenn ich wieder zu Hause bin, lerne ich, wie man Bilder bearbeitet, um tolle Fotos zu haben", aber kaum war ich zurück, war mir alles zu anstrengend und beim Anblick der Bilder schien eine Bearbeitung ohnehin sinnlos. Ich glaube wirklich, dass man solche Tagebücher während der Reise jeden Tag aufschreiben und überarbeiten sollte. Natürlich ist man auf Reisen müde und hat auch keine Lust dazu... Um die damalige Situation zu beschreiben: Als wir ankamen, war es so stark bewölkt und dunkel wie am Abend, dass ich sofort ahnte, dass es ein Reinfall wird. Ich habe mich zwar bemüht, möglichst helle Fotos hinzubekommen, aber es scheint nicht viel gebracht zu haben. Außerdem lade ich die Bilder für den Blog auf eine Größe von 720 Pixeln verkleinert hoch, da macht es ohnehin keinen großen Unterschied. Einfach an einem schönen Tag viele Fotos zu machen und zu hoffen, dass ein paar gute dabei sind, scheint für Normalsterbliche der beste Weg zu sein, um an gute Bilder zu kommen.
Während ich gedankenverloren auf einer Bank saß, hörte ich plötzlich koreanische Stimmen. Es schien kein sehr bekannter Ort zu sein, aber offenbar ist es doch ein Haltepunkt für Reisegruppen. Ein koreanischer Reisebus kam an und die Leute strömten heraus. Alle rannten aufgeregt zum Aussichtspunkt, aber schon kurz darauf hörte man enttäuschte Rufe wie "Was ist das denn~". Trotzdem fand ich es bewundernswert, wie die älteren Männer und Frauen Witze machten und das Ganze weglachten. Uns hingegen fiel es vor lauter Enttäuschung schwer, überhaupt wegzugehen.
Ausgaben (konservativ gerechnet: × 300 Won ergibt den Betrag in koreanischem Geld)
- Tourkosten RM 150
- Wasser RM 1.95
- Wasser, Zigaretten RM 18
- Zimmerkosten bis zum 1. September RM 72.1
- Durian-Shake RM 9.9
- Carlsberg Bier RM 22
Tagesausgaben: RM 273.95
Gesamtreisekosten: 2.875.000 KRW + RM 1324.78