Seogwipo Tokyo Udon: Einzigartiges Curry-Udon auf Jeju
Als ich im Fitnessstudio beim Personal Training meinen Trainer nach guten Restaurants fragte, in denen man gut alleine essen kann, war seine erste, unerwartete Antwort: Udon. Der Name des Ladens enthält gleich zwei Städtenamen: "Seogwipo Tokyo Udon". In Seoul gibt es unzählige Läden mit dem Namen Tokyo Udon, aber dass ich ausgerechnet über dieses hier in Seogwipo (im Süden der Insel Jeju) schreibe, liegt auch daran, dass so etwas auf Jeju gar nicht so leicht zu finden ist.
Es befindet sich direkt am zentralen Kreisverkehr von Seogwipo. Die Erreichbarkeit ist super, da es in der Nähe Parkplätze gibt (auch wenn diese kostenpflichtig sind). Unter den Einheimischen in Seogwipo soll es sehr bekannt sein, und da von der Lage bis zum Geschmack alles stimmt, scheinen viele Leute hierher zu kommen.



Wegen des Namens "Tokyo Udon" dachte ich eigentlich, dass Udon mit Katsuobushi (Bonitoflocken) hier berühmt wäre, aber das Aushängeschild des Hauses ist Curry-Udon. Ich war neugierig auf den Geschmack und habe es bestellt. Man bekommt genau diesen typisch japanischen Curry-Geschmack mit wunderbar elastischen Udon-Nudeln. Wie man es von einem Udon-Restaurant im japanischen Stil erwartet, ist der Geschmack nicht so intensiv wie bei indischem Curry. Es ist ein so mildes und sanftes Curry, dass man die Brühe einfach so löffeln kann. Persönlich finde ich fast, dass Reis noch besser dazu passen würde als Nudeln.


Am nächsten Tag war ich so neugierig, dass ich direkt wieder hingegangen bin. Dieses Mal gab es Soba (Buchweizennudeln). Die Soba-Nudeln sind sehr zart und schmecken wie ein hochwertiges Pan-Soba (kalte Nudeln auf einem Bambussieb). Es ist ein heißer Sommer, also genau das richtige Wetter für Soba. Trotzdem ist es faszinierend, dass ich mich hier mehr nach dem heißen Curry-Udon sehne als nach den kalten Nudeln. Reisenden empfehle ich daher unbedingt, das Curry-Udon zu probieren.

