Tongnamujip: Leckeres Hoe-deopbap im Olle-Markt Seogwipo
Ich fuhr nach Seogwipo (Stadt auf Jeju), um Bankgeschäfte zu erledigen, aber es war so brechend voll, als wäre die ganze Stadt dort versammelt. Da ich wohl über zwei Stunden hätte warten müssen, gab ich auf und beschloss, stattdessen etwas essen zu gehen, also schlenderte ich in den Olle-Markt.
Eigentlich hatte ich es auf einen Tteokbokki-Laden (Reiskuchen-Imbiss) im Markt abgesehen, aber ich hatte Pech – er war heute geschlossen. Während ich überlegte, was ich tun sollte, und ziellos umherirrte, sah ich ein Restaurant, das Hoe-deopbap (Reisschüssel mit rohem Fisch) für 10.000 KRW anbot, und ging einfach hinein. Für diesen Preis war das Gericht so unglaublich lecker, dass ich noch einmal nach dem Namen des Ladens schaute: Er hieß „Tongnamujip“.




Das Essen war so gut, dass ich dachte: Wenn ich hier in Seogwipo eine Unterkunft hätte, würde ich abends mit Leuten herkommen, um einen Teller rohen Fisch und Maeuntang (scharfe Fischsuppe) zu essen. Da es sich um ein Spezialitätenrestaurant für rohen Fisch handelt, wurde das Hoe-deopbap mit grob geschnittenem Fisch zubereitet – die Stücke waren dick und die Portion groß. Da der Markt in einer Gegend liegt, die für ihre Meeresfrüchte bekannt ist, versteht sich die Frische von selbst.
Als die Beilagen serviert wurden, fiel mir ein ungewöhnlich aussehendes Gericht auf. Bei genauerem Hinsehen erkannte ich, dass es ein Salat aus Fischhaut war. Neugierig probierte ich ihn: Zusammen mit dem geraspelten Rettich schmeckte er erfrischend, wenn auch etwas zäh. Es war kein Fleisch, aber es hatte eine faszinierende Textur, auf der man lange herumkauen musste, bevor man sie schlucken konnte. Es ist sicher ein Gericht, an dem sich die Geister scheiden, aber ich war von der Einzigartigkeit so angetan, dass ich immer wieder zugreifen musste.
Eigentlich reicht das Hauptgericht, das Hoe-deopbap, völlig aus, um satt zu werden. Es schien gar nicht so viele außergewöhnliche Zutaten zu enthalten, aber da der Fisch so gut und die Portion so großzügig war, fühlte es sich wie ein echtes, authentisches Hoe-deopbap an. Es schmeckte so gut, dass ich fand, es spielte in einer ganz anderen Liga als die Versionen, die ich früher in Seoul gegessen habe.




Nächstes Mal muss ich hier unbedingt ein gemeinsames Abendessen organisieren.