Rustikales Meeresfrüchte-Omakase im Wondumak am Jamsil-Stadion (Seoul)
Ein Arbeitskollege hat mir das Wondumak in der Nähe des Jamsil-Baseballstadions (in Seoul) empfohlen, also bin ich dorthin gegangen. Da es als "Omakase" angepriesen wurde, stellte ich mir eine edle Atmosphäre vor, in der ein Chefkoch das Sushi direkt vor meinen Augen zubereitet. Aber als ich ankam, begrüßte mich ein gelbes Schild, das eher an ein einfaches Nachbarschaftslokal erinnerte. Auch drinnen ist es weniger elegant, sondern eher gemütlich und rustikal. Es ist ein herzliches System, bei dem die Ajumma (ältere Dame) in der Küche alles grob schneidet und einfach auf den Tisch stellt.


Als ich den Preis von 50.000 KRW pro Person hörte, fragte ich mich zuerst, ob man da wirklich von einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis sprechen kann. Aber als die Gerichte aufgetischt wurden, fühlte es sich plötzlich richtig günstig an. Es gab alles von dick geschnittenem rohem Fisch (Sashimi) bis hin zu Yukhoe (koreanisches Rindertatar). Ich weiß nicht genau, um welchen Fisch es sich handelte, aber die Textur war so gut, dass das Somaek (Soju mit Bier) nur so floss. Da ich mich mit rohem Fisch nicht so gut auskenne, denke ich, dass die Leser auf den Fotos besser erkennen können, was es war.


Am meisten in Erinnerung geblieben sind mir die grob geschnittenen Abalonen und Meeresfrüchte. Große Abalonen, weißer blanchierter Tintenfisch (ich bin mir nicht sicher, ob es normaler oder Pfeilkalmar war) und blanchierter Oktopus mit Sesamöl-Dip – die Snacks zum Trinken nahmen kein Ende. Es gab kein hübsches Anrichten, aber die zähen, frischen Meeresfrüchte schmeckten so gut, dass meine Stäbchen nicht stillstehen konnten.


Als ich dann noch den Buchujeon (Schnittlauchpfannkuchen) mit Tintenfisch und die zähen Meeresschnecken mit Gurke aß, konnte ich mit dem Somaek-Trinken gar nicht mehr aufhören, sodass ich ab der Hälfte aufgegeben habe, Fotos zu machen. Wer sich nicht an der fehlenden Atmosphäre stört und sich einfach mit einem preiswerten Meeresfrüchte-Omakase satt essen möchte, dem empfehle ich, hier einmal vorbeizuschauen. Wenn ich mal wieder in der Gegend bin, möchte ich auf jeden Fall wiederkommen.

