Apple House in Banpo: Legendäres Tteokbokki
An einem heißen Tag, an dem mein Handy 30 Grad anzeigte, überlegten wir beim Radfahren, was wir zu Mittag essen sollten, und überraschenderweise fiel die Wahl auf Tteokbokki (scharfe Reiskuchen). Ich hatte eigentlich etwas Erfrischendes wie Naengmyeon (kalte Nudeln) erwartet, also war das wirklich ein unerwartetes Menü. Unser Ziel war das „Apple House“, ein Name, der mir schon in der Highschool zu Ohren kam, obwohl ich damals im Stadtteil Samseong-dong lebte.
„Jakeun Gonggan“ vor der Eungwang-Mädchenschule und das „Apple House“ in Gu-Banpo (einem Viertel in Seoul) sind Tteokbokki-Lokale, die seit meiner Schulzeit bis heute überlebt haben und immer noch florieren. Die Stile der beiden Lokale sind zwar etwas unterschiedlich, aber es sind Bunsikjips (Imbisslokale), die über Restaurants mit „jahrzehntelanger Tradition“ nur müde lächeln können.
Wir waren ziemlich früh dran und fragten uns, ob überhaupt schon geöffnet sei, aber sie machen bereits um 10 Uhr morgens auf. Und selbst dann war der Laden gegen 11 Uhr schon wieder brechend voll. Wie jedes Mal, wenn ich hier bin, fällt mir auf, wie viele Leute wirklich kommen.



Wir waren zu dritt und bestellten zwei Portionen Jeukseok Tteokbokki (am Tisch gekochte Reiskuchen) mit Ramyeon-Nudeln als Einlage sowie eine Portion Muchim Gunmandu (scharf gewürzte, frittierte Teigtaschen). Bisher hatte ich hier immer nur Tteokbokki gegessen, aber die frittierten Teigtaschen sollen wohl eine echte Spezialität sein. Da wir am Ende noch Reis in der restlichen Soße anbraten wollten, bestellten wir absichtlich weniger Portionen als Personen.





Vielleicht liegt es daran, dass die Hauptkunden immer noch Schüler sind, aber die Preise sind kaum gestiegen. Selbst wenn sich drei Personen satt essen, kommt man mit etwa 5.000 KRW aus – sie setzen hier definitiv auf Masse statt hoher Margen. Man könnte meinen, es gäbe längst eine zweite Filiale, aber dem ist nicht so, und der Geschmack ist genau wie früher. Da Gu-Banpo bald saniert wird, mache ich mir fast Sorgen, dass dieser Laden mit verschwinden könnte. Er ist ein unverzichtbarer und wichtiger Imbiss im Süden Seouls.