Donghae Haemul: Tolles Seafood in Kondae, Seoul
Kurz vor Weihnachten ist die Stimmung im Büro etwas unruhig. Heute durfte ich überraschenderweise eine Stunde früher Feierabend machen und wollte in einem guten Restaurant, das ich bisher noch nicht besucht hatte, ordentlich was trinken. Auf diese spontane Verabredung hin kam ein Freund sofort vorbei, und wir gingen zu Donghae Haemul in Hwayang-dong (nahe der Konkuk-Universität in Seoul), das letztes Jahr in einer bekannten Food-Show im Fernsehen zu sehen war.
Wenn ich es mir recht überlege, hängt er wohl mehr mit mir ab als mit seiner eigenen Frau. Ich bin ihr jedenfalls sehr dankbar, dass sie so beschäftigt ist und uns unseren Spaß lässt.
Ich habe letztes Jahr durchs Fernsehen zum ersten Mal von diesem Laden erfahren, aber obwohl er ganz in der Nähe ist, hatte ich es bisher nicht dorthin geschafft. Als wir letztes Jahr unsere Jahresabschlussfeier im Masanok in Sinsa veranstalteten, habe ich gemerkt, wie fantastisch ein Abendessen mit Haemuljjim (scharf geschmortes Seafood) sein kann. Also hatte ich mir vorgenommen, es noch einmal zu essen, aber es hat genau ein Jahr gedauert, bis es wieder so weit war. Unsere diesjährige Jahresabschlussfeier war zwar auch sehr schön, aber...
Ehrlich gesagt schmecken selbst Convenience-Store-Teigtaschen mit Dosenbier auf der Straße gut, wenn man mit Freunden zusammen ist.
Trotzdem war ich insgeheim ein wenig enttäuscht, dass wir uns nicht hier getroffen haben. Man könnte sagen, dass wir diese Enttäuschung nun einfach zu zweit aus dem Weg geräumt haben.






Da wir vorher nicht zu Abend gegessen und auch keinen Reis dazu bestellt hatten, waren wir am Ende nicht komplett vollgestopft, aber für uns zwei war es definitiv ausreichend. Auf der Karte steht zwar "für 2-3 Personen", aber für drei Männer wäre es zu wenig. Ich finde, das Wichtigste bei einem guten Haemuljjim sind neben hochwertigen Meeresfrüchten vor allem die Soße und die Sojasprossen. In dieser Hinsicht hatten wir hier ein wirklich hervorragendes Gericht. Da es hauptsächlich aus Meeresfrüchten besteht, wird oft versucht, den fischigen Geruch mit süßen oder scharfen Aromen – meist einfach als "pikant" bezeichnet – zu überdecken. Meistens ist das dann so extrem, dass nur noch die Textur beim Kauen übrig bleibt. Hier hatte ich jedoch das Gefühl, dass die pikante Würze nicht aufdringlich, sondern sehr gut ausbalanciert war. Die Krabben müssen gerade Saison haben, denn sie waren richtig fleischig, was das Essen zu einem echten Vergnügen machte. Allerdings fand ich die Auswahl an Meeresfrüchten, insbesondere bei den Muscheln, ein wenig überschaubar.