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Eulmildae in Seoul: 50 Jahre altes Pyongyang Naengmyeon

2021-08-16 · Aktualisiert: 2026-08-11 · Original (Koreanisch)

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus dem koreanischen Original übersetzt. Das koreanische Original lesen →

Gestern Abend habe ich auf Wavve die Doku 'Naengmyeon Rhapsody' mit Baek Jong-won geschaut. Mir lief so das Wasser im Mund zusammen, dass ich kaum einschlafen konnte. Gleich nach dem Aufwachen habe ich einem Freund geschrieben, wie es mit Naengmyeon (kalte Nudelsuppe) und Soju zum Mittagessen wäre, und wir machten uns für ein spätes Mittagessen auf den Weg zur Station Gongdeok (in Seoul). Die meisten anderen erfolgreichen Pyongyang-Naengmyeon-Restaurants in Seoul liegen an Hauptstraßen, aber das 1971 eröffnete Eulmildae liegt weit weg vom Bahnhof versteckt in einer Gasse. Ich dachte, bei einem späten Mittagessen wäre nichts los, aber trotzdem warteten schon drei Gruppen vor uns. Bei einem Traditionslokal mit so viel Geschichte und Beliebtheit, dass sogar Dokumentationen darüber gedreht werden, ist das wohl verständlich.

Belebte Straßenszene mit dem Schild von Eulmildae und umliegenden Geschäften
Alte Fassade des Hauptgeschäfts von Eulmildae, einem Spezialitätenrestaurant für Pyongyang Naengmyeon (kalte Nudelsuppe)
Wartende Menschen in der Gasse vor dem Restaurant Eulmildae
Das Innere des Restaurants voller Gäste, die an runden Tischen essen
An der Wand hängende koreanische und japanische Speisekarte von Eulmildae
Zeitungsausschnitte und ein Schild zur Herkunftsbezeichnung an der Restaurantwand
Holztafelgemälde, das das Hauptgebäude von Eulmildae darstellt

In 'Naengmyeon Rhapsody' erklärte Baek Jong-won das Konzept 'Seonju-humyeon' – was bedeutet, dass man zuerst ordentlich trinkt und dann Naengmyeon gegen den Kater isst. Das ist keine moderne Erfindung, sondern war schon in der Joseon-Dynastie der Mitternachtssnack auf dem Heimweg, nachdem man in den Gisaeng-Häusern (traditionelle Unterhaltungshäuser) ausgiebig getrunken hatte. Diese traditionelle Kultur musste ich einfach selbst erleben. Also bestellten wir vor den Nudeln eine Portion Suyuk (gekochtes Rindfleisch) und teilten uns eine Flasche Soju.

Dünn geschnittenes Suyuk mit säuerlichem Frühlingszwiebel-Salat in die Soße dippen und dazu am helllichten Tag Soju trinken – diese Freiheit fühlt sich einfach großartig an. Wir waren zwar nur zu zweit, aber wir nutzten die absurde Ausrede, dass ab 18 Uhr die Corona-Personenbeschränkungen greifen, um schon mittags mit dem Trinken anzufangen. Wie ich später noch erwähne: Wem das Suyuk etwas zu teuer ist, der kann auch wunderbar Nokdujeon (Mungbohnenpfannkuchen) zu einem leichten, erfrischenden Soju genießen.

Hoch aufgestapeltes Suyuk (gekochtes Rindfleisch) auf Frühlingszwiebelstreifen und Knoblauch
Gedeckter Tisch mit Suyuk (gekochtem Rindfleisch), Kimchi, eingelegtem Rettich und Soju-Gläsern

Als wir langsam leicht beschwipst waren und der Hals ein wenig trocken wurde, war es Zeit für Naengmyeon. Wir bestellten zweimal Mul-Naeng (kalte Nudelsuppe mit Brühe), und es dauerte eine ganze Weile, bis sie serviert wurden. Zuerst probierte ich die Brühe, schluckte das halbe Ei hinunter und schlürfte dann eine ordentliche Portion Nudeln. Danach aß ich sie zusammen mit der Fleischbeilage, gab etwas Essig hinzu und schlürfte erneut. Anschließend schmeckte ich das Ganze nacheinander mit Senf und Chilipulver ab und probierte jedes Mal. Es ist toll, das Gericht gleich zu Beginn so zu würzen, wie man es am liebsten mag, aber meine Art zu essen ist es, verschiedene Geschmacksrichtungen in einem einzigen Gericht zu erleben.

Wenn man ein wenig über Eulmildae recherchiert, erfährt man, dass es bei der Übergabe des Gründers an seine Kinder zu Rechtsstreitigkeiten kam und sich das Restaurant in die Standorte Mapo und Gangnam aufteilte. Genau wie bei Hadongkwan (einem anderen bekannten Restaurant) muss man die Hauptfiliale und die Filiale in Gangnam als zwei unterschiedliche Läden betrachten. Außerdem kursieren im Internet Gerüchte, dass der Geschmack zu künstlich sei oder stark schwanke. Mir persönlich fällt höchstens auf, dass die Brühe ein bisschen anders schmeckt. Wie genau die Fleischbrühe gekocht wird oder ob MSG (Geschmacksverstärker) drin ist, merke ich ohnehin erst viel später, daher stören mich solche Kommentare überhaupt nicht.

Schmeckt das Naengmyeon so gut, oder liegt es am Alkohol? Die Brühe ist jedenfalls unglaublich erfrischend. Das für dieses Restaurant typische, leicht angefrorene Eis in der Suppe kühlt einen bis in die Brust. An einem heißen Tag, an dem man stark schwitzt, kombiniert mit Alkohol, fühlt es sich an, als würde der ganze Körper die Naengmyeon-Brühe aufsaugen.

Tisch mit Pyongyang Naengmyeon (kalte Nudelsuppe) in einer Edelstahlschüssel und Essstäbchen
Pyongyang Naengmyeon (kalte Nudelsuppe) garniert mit Fleisch, Rettich, Gurke und einem gekochten Ei
Pyongyang Naengmyeon (kalte Nudelsuppe) mit Nudeln und Beilagen in einer Brühe mit feinem Eis

Wenn man den Nokdujeon (Mungbohnenpfannkuchen) einfach so isst, wirkt er etwas fettiger als in anderen Restaurants. Daher empfehle ich, ihn nicht pur, sondern unbedingt zusammen mit Soju, Bier oder Naengmyeon zu essen.

Goldbraun gebratener Bindaetteok (Mungbohnenpfannkuchen) auf einem weißen Teller
Bindaetteok (Mungbohnenpfannkuchen) auf einem weißen Teller und darum drapierte Beilagen

Pyongyang Naengmyeon spaltet ohnehin die Gemüter, und Eulmildae gehört zu den am stärksten polarisierenden Restaurants überhaupt. Anders als Hamheung Naengmyeon (mit scharfer Soße) oder Makguksu (Buchweizennudeln) hat es keinen kräftigen, sondern einen sehr subtilen Geschmack. Deshalb hat jeder Mensch ganz eigene Maßstäbe dafür, was hier als "lecker" gilt. Wie in 'Naengmyeon Rhapsody' treffend gesagt wurde: Es ist ein seltsames Gericht, das seinen Geschmack aus der Geschmacklosigkeit zieht.

Wenn jedoch ein Freund nach Seoul zu Besuch kommt und ein Gericht probieren möchte, das man so nur in Seoul findet, dann ist es wohl Pyongyang Naengmyeon. Und das aus dem Fernsehen bekannte Traditionslokal Eulmildae ist ein großartiger Ort, um es ihm vorzustellen. Man kann die nostalgische Atmosphäre genießen und danach wunderbar im Viertel Hongdae ausgehen. Allerdings ist das Lokal etwas eng, und wenn man zur Mittagszeit 'Seonju-humyeon' (erst trinken, dann Nudeln) praktiziert, zieht man definitiv schiefe Blicke auf sich. Daher empfehle ich, lieber etwas später am Tag vorbeizuschauen.

 


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