Hibi Ando Kohaku: Japanische Küche in Seogwipo
Von einem Freund, den ich lange nicht gesehen hatte, erfuhr ich, dass es ganz in der Nähe ein einzigartiges und leckeres Restaurant gibt. Am nächsten Tag bin ich direkt hingegangen.
Ich bin mit dem Auto in die Gegend gefahren, hatte aber etwas Mühe, es zu finden, da es überhaupt kein Schild gab. Ein Ort, der schon vor dem Betreten neugierig macht. Ich hatte gehört, dass es hier oft sehr voll ist, und machte mir Sorgen, lange warten zu müssen, aber zum Glück war heute nichts los.
Ein Blick auf die Speisekarte zeigte, dass die Preise recht hoch sind. Da der Ort aber einen guten Ruf hat, beschloss ich, das bekannteste Gericht zu probieren und mir dann ein Urteil zu bilden. Also bestellte ich das Hibi-Menü (ein festes Set-Menü).


Als ich mich in dem ruhigen Laden umsah, bemerkte ich viele Details in der Einrichtung, die an den japanischen Stil angelehnt sind. So schlicht und unauffällig das Äußere ist, so sieht es auch drinnen aus. Der Besitzer scheint Audio-Equipment zu mögen, denn davon gab es einiges zu sehen, dazu nur ein paar Schüsseln im japanischen Stil. Trotzdem wirkt es nicht langweilig – das zeugt von einem außergewöhnlich guten Geschmack.




Nach einer Weile kam das Essen. Es stand zwar "Menü" auf der Karte, aber dafür war es ziemlich simpel. Für den Preis waren Menge und Auswahl etwas überschaubar. Als ich das Hauptgericht probierte, verstand ich jedoch, warum es so berühmt ist. Es dominiert eine süße Note, während der Salat ziemlich sauer ist. Es ist eine Kombination aus sauer und süß, wobei die Säure etwas stärker hervortritt. Eigentlich mag ich keine Lotuswurzeln, aber knusprig gebraten und süßlich glasiert schmeckten sie wirklich gut.
Für die Einheimischen auf Jeju mag es ein ungewöhnliches Essen sein, aber in Seoul gibt es viele ähnliche Orte. Da auch der Preis nicht ohne ist, muss man es bei einem Besuch auf Jeju nicht unbedingt auf die Liste setzen. Für Leute aus der Nachbarschaft, die so ein Restaurant nicht in der Nähe haben, kann ich es jedoch wärmstens empfehlen.



Auf den ersten Blick scheint es nur Platz für etwa drei Autos zu geben. Aber da wir hier in einer ländlichen Gegend sind, denke ich, dass sich immer irgendwo ein Parkplatz finden lässt.

Am nächsten Tag bin ich noch einmal hingegangen, um das Ebi-Curry (Garnelen-Curry) zu probieren. Es hieß, das Ebi-Curry sei noch bekannter, und tatsächlich fand ich es besser als das Hibi-Menü von gestern. Das Curry ist nicht scharf oder aufdringlich, sondern sehr mild und angenehm zu essen. Die Garnelen hatten große Köpfe, aber die Körper wirkten etwas mager. Ich weiß nicht, ob sie aus Jeju stammen, aber sie sahen fast etwas unproportioniert aus, mit ihren übermäßig großen Köpfen. Der Salat war für meinen Geschmack immer noch zu sauer.
Trotzdem hat mir das Curry mit den grünen Weintrauben so gut gefallen, dass ich bei einem nächsten Besuch definitiv wieder das Ebi-Curry dem Hibi-Menü vorziehen würde.


