Songkran in Bangkok: Wasserschlacht am Siam Square
Nachdem ich in meinem Guesthouse in Bangkok angekommen war, wartete ich auf die Freunde, mit denen ich zu Songkran gehen wollte. Es hieß, es seien die jüngeren Cousins von K, mit dem ich mich zuvor in Chiang Mai angefreundet hatte. Songkran ist in Thailand vergleichbar mit unseren koreanischen Neujahrsfeiertagen, daher verreisen viele. Meistens geht es in Urlaubsresorts, und da sie wohl Nachwuchs bekommen haben, hieß es, sie seien ans Meer gefahren.
Nach kurzem Warten im Guesthouse meldeten sie sich über Line (eine Messenger-App). Es waren insgesamt drei Personen, alle miteinander verwandt und Studenten. Wir begrüßten uns nur kurz und machten uns direkt auf den Weg nach Siam, um Songkran zu feiern. Um das Songkran-Festival richtig zu erleben, muss man an die von der Stadt Bangkok festgelegten Orte gehen. Ich hatte diese Info vorher nicht, aber meine Freunde hatten recherchiert und mir gesagt, dass es in Siam (dem Einkaufsviertel) und auf der Khao San Road stattfindet. Wir entschieden uns, tagsüber nach Siam zu gehen.
Schon auf dem Weg nach Siam spritzten sich die Leute gegenseitig nass. Die ganze Stadt war wirklich klatschnass, als hätte es geregnet. Je näher wir Siam kamen, desto mehr Menschen wurden es, bis wir schließlich die Hauptstraße erreichten, wo gar keine Autos mehr fahren durften und alle nur noch mit Wasser spritzten. Wir schnappten uns unsere Waffen, füllten sie mit Wasser, setzten unsere Sonnenbrillen auf und stürzten uns in die Straßen von Siam.
Meine Freunde beim Beten vor der Teilnahme am Songkran-Festival. Wenn man Bangkok besucht, ist es eine schöne Erfahrung, auch mal zu beten.


Nachdem wir eine Weile durch die Straßen gezogen waren, dachten wir uns: Auch eine Wasserschlacht schlägt auf den Magen, oder? Also gingen wir in ein kleines Restaurant in einer Gasse, um etwas zu essen.


Da die Portionen etwas klein waren, gingen wir direkt in ein Einkaufszentrum, um uns noch ein paar Snacks zu holen. Übrigens: Wenn man nach drinnen gehen will, muss man sein gesamtes Wasser vorher ausleeren. Vor den Eingängen stehen dafür extra große Tonnen bereit, in die man das Wasser kippen kann, bevor man hineingeht.










Da ich beim Songkran-Festival fast nur Videos gemacht habe, habe ich diese auf YouTube hochgeladen. Die Videos sind viel lebendiger und lustiger. Um es hier kurz in Worten zu fassen: Wenn man einfach vorbeigehende Leute nass spritzt, lachen sie und spritzen zurück. Egal ob Kinder oder Erwachsene, alle haben riesigen Spaß an der Wasserschlacht. Wer überlegt, wohin er mit kleinen Kindern in den Urlaub fahren soll, dem empfehle ich, im April mit der Familie zu Songkran zu kommen. Ich glaube, es ist das einzige Land und die einzige Zeit, in der Kinder wild mit Wasser herumspritzen können und alle es mit einem Lächeln hinnehmen. Wenn man im heißen Bangkok unter der prallen Sonne immer wieder eine kühle Dusche abbekommt, merkt man irgendwann, dass man friert und versucht, schnell nach drinnen zu flüchten. Da in dieser Zeit sogar aus Tuk-Tuks oder Bussen heraus mit Wasser gespritzt wird, sollte man am besten immer Badesachen tragen und keine nicht-wasserdichten elektronischen Geräte mitnehmen. Außerdem finden diese Wasserschlachten nur in bestimmten Gebieten wie Bangkok statt; in anderen Regionen wird nicht gespritzt und es gibt andere Feierlichkeiten. Man sollte also nicht einfach irgendwo anders anfangen, Leute nass zu machen.