Tosok Kalguksu in Seoul: Perfekter koreanischer Geschmack
In letzter Zeit wandere ich samstags mit meinen Arbeitskollegen auf dem Seoul Trail (Seoul Dulle-gil). Es macht ziemlich viel Spaß, unbekannte Ecken der Stadt zu entdecken, in der ich geboren wurde und seit über 30 Jahren lebe, und mir zu denken: "Wow, so etwas gibt es in Seoul?". Heute sind wir den Kurs 8 des Seoul Trails in Pyeongchang-dong (einem wohlhabenden Viertel in Seoul) gelaufen. Da es eine reiche Gegend ist, in der normalerweise kaum Leute auf den Straßen unterwegs sind, sieht man durch den Wanderweg nun ein paar Menschen in Wanderkleidung. Von lautstark plaudernden Gruppen bis hin zu Leuten, die wie in Trance nur auf den Boden schauen und langsam vor sich hin gehen – es sind zwar nicht viele, aber man sieht die verschiedensten Wanderer. Die Häuser hier sind so schön, dass wir beim Bestaunen die Anstrengung gar nicht bemerkten. Aber da wir durch eine Gegend ohne einen einzigen Convenience Store liefen, waren wir bald erschöpft. Wir überlegten, wo wir hingehen könnten, und nach einem kurzen "Das sieht doch gut aus?" landeten wir im Tosok Kalguksu, das nicht weit vom Wanderweg entfernt liegt.




Da wir noch einen weiten Weg vor uns hatten, bestellten wir das Tosok-Menü. Weil es so heiß war, fragten wir, ob wir die Kalguksu (warme Nudelsuppe) gegen Kongguksu (kalte Sojamilch-Nudelsuppe) austauschen könnten. Man sagte uns freundlich, dass wir nur die Differenz (2.000 KRW) zahlen müssten. Vielleicht lag es an der Mittagszeit, aber es dauerte eine Weile, bis das bestellte Essen kam. In der Zwischenzeit haben wir uns alle das Gesicht gewaschen, Wasser getrunken und die kühle Klimaanlage genossen, um unsere Lebensgeister wieder zu wecken – so verging die Zeit wie im Flug. Nach dem Warten kam das Essen nach und nach, und wir konnten nicht aufhören zu sagen, dass wir hier ein richtig gutes Restaurant gefunden haben. Es schmeckte so unglaublich gut, dass wir uns fragten, ob es nur daran lag, dass wir so hungrig waren, oder ob das Restaurant wirklich so fantastisch ist. Besonders die Yukjeon (gebratene Rindfleischpfannkuchen) waren der Wahnsinn. Mit einer Flasche Makgeolli (koreanischer Reiswein) hätte man diesen Teller Yukjeon im Handumdrehen verputzen können.





Da sogar Diplomatenfahrzeuge hier vorfahren, scheint es ein bekanntes Restaurant zu sein. Wenn man das Essen probiert, merkt man, dass sie das nicht erst seit ein oder zwei Jahren machen. Sie scheinen ein echtes Urgestein in diesem Viertel zu sein, aber weil der Laden so sauber und hübsch ist, war ich anfangs etwas verwirrt. Wenn man jedoch in einer sauberen Umgebung zu einem günstigen Preis koreanisch essen möchte, kann ich das Tosok Kalguksu nur empfehlen. Es ist ein Ort, den auch Ausländer absolut lieben würden. Allerdings muss ich zugeben, dass es mir wahrscheinlich noch besser geschmeckt hat, weil ich so hungrig und erschöpft war. Egal, ob man auf dem Wanderweg unterwegs ist oder mit dem Auto anreist – es ist definitiv ein tolles Restaurant in Pyeongchang-dong.