Udon Caden in Hapjeong: Leckere Udon in Seoul

Udon Caden ist ein Udon-Spezialitätenrestaurant, das von Jung Ho-young betrieben wird, einem berühmten Koch aus der koreanischen Kochshow „Please Take Care of My Refrigerator“. Die Preise sind nicht zu hoch, sodass man hier ganz unbeschwert essen kann. Es ist bekannt für sein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bei gleichzeitig überzeugendem Geschmack und Service. Für jemanden wie mich, der verrückt nach Udon ist und es zu jeder Mahlzeit essen könnte, war die Vorfreude auf diesen Ort riesig.



Ich studierte die Speisekarte – ein kleines Ritual bei guten Restaurants – und bestellte Kitsune Udon (Udon mit frittiertem Tofu) zusammen mit gemischtem Tempura. Lustigerweise erfuhr ich erst nach dem Essen, dass das eigentliche Hauptgericht hier kalte Udon-Nudeln sein sollen. Ob das stimmt, weiß ich nicht, aber es ist eine gute Ausrede, um beim nächsten Mal wiederzukommen.
![]() |
| Kitsune Udon |
Ich bin mir nicht sicher, ob es Katsuobushi (Bonitoflocken) war, aber die tiefe, reichhaltige Brühe auf Fischbasis war beeindruckend. Sie hatte mehr Umami und war klarer als gewöhnliche Udon-Brühen, sodass sie schon beim ersten Schluck eine starke Präsenz zeigte. Besonders gut gefiel mir, dass sie weder zu salzig noch zu fettig war, sondern genau das richtige Maß an Würze hatte, um angenehm trinkbar zu sein. Es war die Art von Geschmack, bei der man nach dem ersten Löffel ganz natürlich die ganze Schüssel leert.
Die Nudeln waren nicht so bissfest, wie man es von anderen guten Udon-Restaurants kennt, sondern wirkten eher etwas weichgekocht. Ich fragte mich, ob diese Textur Absicht war. Zuerst war es ungewohnt – vielleicht ist das die traditionelle japanische Art für Udon-Nudeln? –, aber zusammen mit der Brühe schmeckte es gar nicht schlecht. Wer zähe, bissfeste Nudeln bevorzugt, könnte hier geteilter Meinung sein, aber wer eine weiche Textur mag, wird diesen Stil schätzen. Man könnte sie fast ohne Zähne essen.
![]() |
| Gemischtes Tempura |
Das gemischte Tempura ist preislich etwas teurer. Aber wenn man es probiert, ist man begeistert: Das Öl war sehr sauber, sodass es überhaupt keinen unangenehmen Geruch gab und nicht schwer im Magen lag. Der muffige Fettgeruch oder das fettige Gefühl, das man oft bei frittiertem Essen hat, fehlte völlig; stattdessen wirkte es richtig hochwertig.
Die Auswahl an frittierten Stücken ist nicht riesig, aber mit Garnelen-, Chili-, Pilz- und Süßkartoffel-Tempura finde ich die Zusammenstellung genau richtig. Besonders das Garnelen-Tempura war überzeugend, da der Teigmantel nicht zu dick und angenehm knusprig war. Ähnlich wie bei den Nudeln war es jedoch kein extrem knuspriger Stil, sondern eher leicht ölig und weich beim Kauen. Insgesamt schien mir das eine bewusste Zubereitungsart zu sein.
Da es so weich war, passte es gut dazu, es in die Udon-Brühe zu tauchen oder als Beilage zu essen. Wer allerdings sehr knuspriges Tempura bevorzugt, könnte ein wenig enttäuscht sein.


Die Atmosphäre im Restaurant ist sauber und es gibt nichts, was beim Essen stört. Da es oft Wartezeiten gibt, empfehle ich, sich vorher über die besten Zeiten zu informieren. Ich bin mir nicht sicher, ob die Tische schnell frei werden, aber da das Restaurant recht groß ist, scheint man nicht allzu lange warten zu müssen. Besonders positiv fiel mir auf, dass das Servicepersonal sehr freundlich war, was den Gesamteindruck des Services aufwertete.
Insgesamt ist es ein toller Ort mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis, um unbeschwert leckere Udon zu genießen. Wenn ich das nächste Mal vorbeikomme und geöffnet ist, werde ich auf jeden Fall wieder hingehen. 🍜

